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Guerilla Growing - das sollte man wissen

Guerilla Growing: Anleitung, Standort & Sorten

Aktualisiert: Juli 2026 | Guerilla Growing einfach erklärt: geeignete Standorte, Outdoor-Sorten, Boden, Klima, Autoflower oder photoperiodische Pflanzen sowie Tipps für gesundes Wachstum und häufige Fehler.
Autor: Cannapot Grow Team | Lesezeit: ca. 18 Minuten

 

Robuste Cannabispflanzen an einem sonnigen, natürlichen Outdoor-Standort

Das Wichtigste auf einen Blick

✓ Guerilla Growing bezeichnet den Anbau von Cannabis an abgelegenen, möglichst unauffälligen Outdoor-Standorten unter natürlichen Umweltbedingungen.

✓ Standort, Sonneneinstrahlung, Bodenqualität und Mikroklima gehören zu den wichtigsten Faktoren für gesundes Wachstum und stabile Erträge.

✓ Robuste Outdoor-Genetiken mit früher Blüte und hoher Schimmelresistenz eignen sich häufig besonders gut für diese Anbaumethode.

✓ Autoflowering- und photoperiodische Sorten bieten unterschiedliche Vorteile und sollten passend zum regionalen Klima ausgewählt werden.

✓ Ein lockerer, humusreicher und gut drainierter Boden unterstützt kräftiges Wurzelwachstum sowie eine gleichmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung.

✓ Wetter, Schädlinge und Pflanzenkrankheiten lassen sich im Freiland nur begrenzt beeinflussen. Eine geeignete Genetik und ein passender Standort reduzieren viele Risiken bereits im Vorfeld.

Der Ausdruck Guerilla Growing bezeichnet den Anbau von Cannabis an abgelegenen, möglichst unauffälligen Outdoor-Standorten außerhalb klassischer Anbauflächen. Charakteristisch ist die Nutzung natürlicher Umweltbedingungen, bei denen Sonnenlicht, Niederschläge und Boden einen Großteil der Pflanzenversorgung übernehmen und die Pflege meist nur in größeren Zeitabständen erfolgt.

Die erfolgreiche Entwicklung der Pflanzen hängt von zahlreichen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem Standort, Sonneneinstrahlung, Mikroklima, Bodenbeschaffenheit, Wasserversorgung sowie die Wahl einer geeigneten Cannabis-Genetik. Je nach Region unterscheiden sich außerdem Klima, Vegetationsperiode und Niederschlagsmengen deutlich, wodurch sich auch die Anforderungen an den Anbau verändern.

Dieser Artikel erklärt den Begriff Guerilla Growing, beschreibt die wichtigsten Standort- und Umweltfaktoren und zeigt, welche Cannabissamen sich besonders gut eignen. Außerdem erfahren Sie, welche Vorteile und Herausforderungen diese Anbaumethode mit sich bringt und wie sich häufige Fehler vermeiden lassen.

Cannabispflanzen an einem sonnigen Outdoor-Standort mit unterschiedlichen Mikroklimazonen

Was bedeutet Guerilla Growing?

Guerilla Growing bezeichnet den Anbau von Cannabis an abgelegenen, möglichst unauffälligen Standorten außerhalb klassischer Anbauflächen.

Der Begriff setzt sich aus dem englischen Wort „growing“ für Anbau und der Vorstellung einer dezentralen Vorgehensweise zusammen. Gemeint sind meist Pflanzungen in Wäldern, auf Brachen, an Böschungen, in Uferzonen oder anderen naturnahen Geländebereichen. Der Standort wird dabei so gewählt, dass die Pflanzen möglichst ungestört unter natürlichen Bedingungen wachsen können.

Guerilla Growing unterscheidet sich vom klassischen Outdooranbau im Garten oder auf dauerhaft bewirtschafteten Flächen vor allem durch die abgeschiedene Lage und die eingeschränkte Kontrolle über die Pflanzen. Pflege, Bewässerung und Kontrolle erfolgen meist nur in größeren Zeitabständen.

Definition: Guerilla Growing ist eine Form des Outdoor-Anbaus, bei der Cannabis an abgelegenen und möglichst unauffälligen Standorten kultiviert wird.

Warum entscheiden sich Grower für Guerilla Growing?

Guerilla Growing wird häufig gewählt, um Cannabis ausschließlich unter natürlichen Outdoor-Bedingungen wachsen zu lassen.

Im Gegensatz zum Indoor-Anbau nutzen Grower dabei ausschließlich die vorhandenen Umweltbedingungen. Sonnenlicht, Niederschläge und natürliche Bodenverhältnisse übernehmen einen Großteil der Versorgung, wodurch kein künstliches Beleuchtungssystem oder aufwendige Technik erforderlich ist.

Je nach Region unterscheiden sich Klima, Niederschlagsmenge, Bodenqualität und Vegetationsperiode erheblich. Deshalb hängt der Erfolg dieser Anbaumethode maßgeblich davon ab, wie gut Standort, Genetik und Umweltbedingungen zueinander passen.

Kurz erklärt: Guerilla Growing nutzt natürliche Standortbedingungen und verzichtet weitgehend auf technische Infrastruktur. Klima, Boden und die Wahl einer geeigneten Genetik gehören deshalb zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren.

Welche Cannabissorten eignen sich für Guerilla Growing?

Für Guerilla Growing eignen sich vor allem robuste Outdoor-Genetiken, die widerstandsfähig gegenüber wechselnden Wetterbedingungen sind, eine hohe Schimmelresistenz besitzen und auch mit begrenzter Pflege zuverlässig wachsen.

Da Pflanzen an abgelegenen Standorten häufig nur in größeren Zeitabständen kontrolliert werden, sollte die Genetik möglichst pflegeleicht sein. Bewährt haben sich Sorten mit kräftigem Wurzelwachstum, hoher Vitalität und einer guten Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Klimazonen. Besonders in Regionen mit feuchten Herbsten spielen eine frühe Blüte und eine hohe Widerstandskraft gegen Botrytis und Mehltau eine wichtige Rolle.

Auch das regionale Klima beeinflusst die Sortenwahl erheblich. Während in südlichen Regionen viele lang blühende Sativa-Hybriden ihr volles Potenzial entfalten können, sind in Mitteleuropa meist früh reifende Hybriden oder robuste Indica-dominierte Sorten die bessere Wahl. Autoflowering-Sorten gewinnen ebenfalls zunehmend an Bedeutung, da sie unabhängig von der Tageslänge blühen und oft schon nach wenigen Monaten erntereif sind.
 

Cannabis-Sorte Breeder Warum geeignet?
Frisian Dew Dutch Passion Sehr schimmelresistent, hohe Erträge und ideal für kühlere Klimazonen.
Frosty's Auto Purple Freak Khalifa Genetics Eine tolle automatische Cannabis Mutante - diskret und sehr stark.
Serious 6 Serious Seeds Extrem frühe Reife und ausgezeichnete Schimmelresistenz.
Purple Maroc Female Seeds Kurze Blütezeit und sehr gute Anpassung an mitteleuropäische Bedingungen.
Easy Sativa Female Seeds Kräftiger Wuchs, robuste Outdoor-Sorte mit hoher Widerstandskraft.
Guerrilla's Gusto Sensi Seeds Speziell für den Outdoor-Anbau entwickelt und äußerst widerstandsfähig.
Durban Poison Dutch Passion Bewährte Landrasse mit hoher Hitze- und Trockenheitsverträglichkeit.
Hollands Hope Dutch Passion Sehr robust und hervorragend für feuchtes Klima geeignet.
Lebanese ACE Seeds Trockenheitsresistent und ideal für warme, sonnige Regionen.
Early Skunk Sensi Seeds Früh blühend, unkompliziert und äußerst zuverlässig im Outdoor-Anbau.
Empfehlung: Für mitteleuropäische Klimazonen haben sich besonders früh blühende und schimmelresistente Outdoor-Genetiken bewährt. In wärmeren Regionen können dagegen auch lang blühende Hybriden und reine Sativa-Landrassen hervorragende Ergebnisse erzielen.

Welche Standortbedingungen sind ideal für Guerilla Growing?

Ein geeigneter Standort entscheidet maßgeblich über Wachstum, Pflanzengesundheit und Ertrag. Licht, Klima, Boden und Wasserversorgung wirken dabei unmittelbar zusammen.

Cannabis zählt zu den lichtliebenden Pflanzen und entwickelt sich am besten an Standorten mit möglichst vielen Sonnenstunden während der Vegetationsperiode. Gleichzeitig profitieren die Pflanzen von einer guten Luftzirkulation, da Blätter und Blüten nach Regen oder Tau schneller abtrocknen. Dadurch sinkt das Risiko für Pilzkrankheiten wie Botrytis oder Mehltau erheblich.

Ebenso wichtig ist das Mikroklima. Schon wenige Meter Unterschied können darüber entscheiden, ob sich eine Pflanze optimal entwickelt oder dauerhaft unter Stress steht. Südlich ausgerichtete Hänge erwärmen sich früher und speichern Wärme länger, während Senken häufig kühlere Temperaturen und eine höhere Luftfeuchtigkeit aufweisen. Solche Unterschiede beeinflussen Wachstum, Blütebeginn und Reifezeit deutlich.

Auch die Temperatur beeinflusst die Entwicklung deutlich. Während der Vegetationsphase wächst Cannabis besonders kräftig bei warmen, weitgehend stabilen Bedingungen. Spätfröste, kalte Nächte oder langanhaltende Kälte können Wachstum, Stoffwechsel und Blütenreife dagegen verzögern.

Auch starke Windbelastung kann das Wachstum bremsen. Ein leichter Luftaustausch ist zwar erwünscht, dauerhaft kräftiger Wind erhöht jedoch die Verdunstung und kann Triebe oder Blüten beschädigen. Geschützte Standorte mit ausreichender Sonneneinstrahlung bieten deshalb häufig die besten Voraussetzungen.
 

Standortfaktor Empfehlung Warum wichtig?
Sonnenlicht Mindestens 6–8 Stunden täglich Fördert Wachstum, Blütenbildung und Harzproduktion.
Luftzirkulation Leichte bis mäßige Luftbewegung Reduziert Feuchtigkeit auf Blättern und Blüten.
Mikroklima Warme, sonnige Lage Verbessert Wachstum und verkürzt die Abtrocknungszeit nach Regen.
Bodenfeuchte Gleichmäßig leicht feucht Unterstützt eine konstante Wasserversorgung.
Wind Geschützt, aber gut belüftet Verhindert Hitzestau und reduziert mechanischen Stress.
Temperatur Warm und möglichst stabil Unterstützt Stoffwechsel, Wachstum und eine gleichmäßige Blütenreife.
Vegetationsperiode Möglichst lange frostfreie Saison Ermöglicht eine vollständige Blütenentwicklung.
Praxiswissen: Nicht der größte oder auffälligste Standort liefert automatisch die besten Ergebnisse. Oft entwickeln sich Cannabispflanzen dort am zuverlässigsten, wo Licht, Boden, Luftbewegung und Feuchtigkeit langfristig in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

Welcher Boden eignet sich am besten?

Ein lockerer, humusreicher und gut drainierter Boden schafft ideale Voraussetzungen für kräftiges Wurzelwachstum und gesunde Pflanzen.

Das Wurzelsystem von Cannabis benötigt neben Wasser vor allem ausreichend Sauerstoff. Verdichtete Böden speichern zwar häufig Feuchtigkeit, erschweren jedoch die Durchlüftung und bremsen das Wurzelwachstum. Sehr sandige Böden trocknen dagegen oft schnell aus und können Nährstoffe nur begrenzt speichern.

Ideal sind humose Lehmböden mit einer lockeren Struktur. Sie verbinden eine gute Wasserspeicherung mit ausreichender Drainage und stellen den Pflanzen über längere Zeit Nährstoffe zur Verfügung. Bodenlebewesen wie Regenwürmer, Pilze und Mikroorganismen fördern dabei Humusbildung, Bodenstruktur und Nährstoffverfügbarkeit. Ein pH-Wert zwischen etwa 6,0 und 7,0 ermöglicht den meisten Cannabispflanzen eine optimale Nährstoffaufnahme.
 

Bodentyp Eignung Eigenschaften
Humoser Lehmboden ★★★★★ Sehr gute Wasser- und Nährstoffspeicherung bei ausreichender Durchlüftung.
Lehmiger Sandboden ★★★★☆ Gut drainiert und erwärmt sich schnell.
Waldboden mit Humusauflage ★★★★☆ Organisch, locker und reich an Bodenleben.
Reiner Sandboden ★★☆☆☆ Trocknet schnell aus und speichert nur wenige Nährstoffe.
Schwerer Tonboden ★★☆☆☆ Neigt zu Staunässe und geringer Sauerstoffversorgung.
Merke: Gesunde Wurzeln bilden die Grundlage für kräftige Pflanzen. Ein lockerer, gut belüfteter Boden ist deshalb oft wichtiger als ein besonders hoher Nährstoffgehalt.

Autoflower oder photoperiodische Sorten – was eignet sich besser?

Sowohl Autoflowering- als auch photoperiodische Cannabis-Sorten können sich für Guerilla Growing eignen. Welche Variante die bessere Wahl ist, hängt in erster Linie vom Klima, der Länge der Vegetationsperiode und den gewünschten Pflanzenmerkmalen ab.

Autoflowering-Sorten beginnen unabhängig von der Tageslänge nach wenigen Wochen automatisch mit der Blüte. Diese Eigenschaft geht auf ihren genetischen Anteil von Cannabis ruderalis zurück und führt meist zu einem kürzeren Lebenszyklus. Dadurch erreichen sie ihre Erntereife häufig deutlich früher als klassische photoperiodische Sorten und eignen sich besonders für Regionen mit kurzen Sommern oder einem frühen Herbst. Ihre kompakte Wuchsform macht sie außerdem weniger anfällig für starke Windbelastung.

Photoperiodische Sorten richten ihren Blütebeginn dagegen nach der Tageslänge aus. Sie wachsen häufig deutlich größer, entwickeln kräftigere Seitenverzweigungen und können bei günstigen Bedingungen sehr hohe Erträge liefern. Gleichzeitig benötigen sie eine ausreichend lange frostfreie Vegetationsperiode, damit die Blüten vollständig ausreifen können.
 

Eigenschaft Autoflower Photoperiodisch
Blütebeginn Automatisch Abhängig von der Tageslänge
Lebensdauer Etwa 8–13 Wochen Abhängig von Klima und Saison
Pflanzengröße Meist kompakt Kompakt bis sehr groß
Ertragspotenzial Mittel Hoch bis sehr hoch
Geeignet für kurze Sommer ★★★★★ ★★★☆☆
Geeignet für lange Vegetationsperioden ★★★★☆ ★★★★★
Widerstand gegen wechselhaftes Wetter Sehr gut Sortenabhängig
Empfehlung: In kühleren Regionen mit kurzer Vegetationsperiode sind robuste Autoflowering-Sorten häufig die sicherere Wahl. In wärmeren Klimazonen können photoperiodische Outdoor-Genetiken ihr deutlich höheres Wachstum und Ertragspotenzial vollständig ausschöpfen.

Welche Vor- und Nachteile hat Guerilla Growing?

Guerilla Growing nutzt natürliche Umweltbedingungen und kommt ohne aufwendige Technik aus. Gleichzeitig hängen Wachstum und Ertrag deutlich stärker von Wetter, Klima und Standort ab als bei einem kontrollierten Indoor-Anbau.
 

Vorteile Nachteile
Nutzung von natürlichem Sonnenlicht Abhängigkeit von Wetter und Klima
Keine künstliche Beleuchtung erforderlich Wenig Einfluss auf Umweltbedingungen
Geringerer technischer Aufwand Schwankende Erträge je nach Saison
Natürliches Pflanzenwachstum Höheres Risiko durch Schimmel und Schädlinge
Großes Wurzelvolumen im Freiland möglich Standortbedingungen lassen sich kaum verändern
Sehr geringe Energiekosten Weniger Kontrolle über Bewässerung und Nährstoffversorgung

Im Vergleich zum Indoor-Anbau übernehmen beim Guerilla Growing Sonne, Niederschläge und Boden einen Großteil der Versorgung. Dadurch sinken zwar Energie- und Technikaufwand erheblich, gleichzeitig lassen sich viele Umweltfaktoren jedoch nur begrenzt beeinflussen. Die Wahl einer robusten Genetik und eines geeigneten Standorts gewinnt deshalb deutlich an Bedeutung.

Kurz zusammengefasst: Guerilla Growing lebt von natürlichen Bedingungen. Je besser Klima, Boden und Genetik zusammenpassen, desto stabiler entwickeln sich die Pflanzen über die gesamte Saison.

Welche Fehler machen Anfänger häufig?

Die häufigsten Probleme entstehen nicht durch die Genetik, sondern durch eine falsche Einschätzung von Klima, Boden und Standortbedingungen.
 

Häufiger Fehler Mögliche Folgen
Ungeeignete Sorte gewählt Unvollständige Reife oder geringe Erträge.
Zu wenig Sonnenlicht Langsames Wachstum und lockere Blüten.
Staunässe im Boden Wurzelprobleme und gehemmtes Wachstum.
Sehr trockener Boden Wassermangel und Wachstumsstress.
Schattiger Standort Verzögerte Entwicklung.
Schwere Tonböden Schlechte Durchlüftung der Wurzeln.
Zu feuchtes Mikroklima Erhöhtes Risiko für Botrytis und Mehltau.
Empfindliche Indoor-Genetik Geringere Widerstandskraft gegenüber Witterung.
Zu dichter Pflanzenbestand Schlechtere Luftzirkulation und höheres Risiko für Pilzkrankheiten.
Zu spätes Aussäen Verkürzte Wachstumsphase und geringeres Ertragspotenzial.
Falscher pH-Wert Eingeschränkte Nährstoffaufnahme.
Klima falsch eingeschätzt Blüten reifen möglicherweise nicht vollständig aus.
Tipp: Die Kombination aus passender Genetik, geeignetem Boden und einem zum regionalen Klima passenden Standort entscheidet langfristig über den Erfolg deutlich stärker als einzelne Düngemaßnahmen oder kurzfristige Pflegeschritte.

Welche Schädlinge und Krankheiten treten beim Guerilla Growing häufig auf?

Da Cannabis im Freiland dauerhaft natürlichen Umweltbedingungen ausgesetzt ist, können verschiedene Schädlinge und Pflanzenkrankheiten auftreten. Robuste Genetiken und geeignete Standortbedingungen helfen dabei, das Risiko deutlich zu reduzieren.

Im Gegensatz zum Indoor-Anbau beeinflussen Wetter, Wildtiere und die natürliche Artenvielfalt die Pflanzen während der gesamten Vegetationsperiode. Besonders feuchte Witterung begünstigt Pilzkrankheiten, während warme und trockene Phasen das Auftreten verschiedener Insekten fördern können. Welche Probleme tatsächlich auftreten, hängt immer von Klima, Jahreszeit und Region ab.
 

Schädling oder Krankheit Begünstigende Bedingungen Typische Symptome
Botrytis (Grauschimmel) Hohe Luftfeuchtigkeit und langanhaltender Regen Grauer Schimmel im Inneren dichter Blüten.
Mehltau Hohe Luftfeuchtigkeit bei geringer Luftbewegung Weißer, mehlartiger Belag auf Blättern.
Blattläuse Warme Temperaturen und kräftiger Neuaustrieb Verformte Blätter und klebriger Honigtau.
Spinnmilben Trockenes und heißes Wetter Feine Gespinste und helle Blattpunkte.
Raupen Sommer und Frühherbst Fraßschäden an Blättern und Blüten.
Schnecken Feuchte Frühjahrsmonate Angefressene Jungpflanzen und Blätter.
Wildverbiss Regionen mit Rehen, Hasen oder Wildkaninchen Abgefressene Triebspitzen und junge Blätter.
Wurzelfäule Staunässe und schlecht drainierte Böden Welkende Pflanzen trotz feuchtem Boden.

Viele Probleme lassen sich bereits durch eine geeignete Sortenwahl reduzieren. Zahlreiche moderne Outdoor-Genetiken verfügen über eine hohe Widerstandskraft gegenüber Schimmel und wechselnden Wetterbedingungen. Gleichzeitig profitieren Pflanzen von gut durchlüfteten Standorten, da Blätter und Blüten nach Regen schneller abtrocknen.

Gut zu wissen: Gesunde Pflanzen mit kräftigem Wurzelwachstum und einer an das regionale Klima angepassten Genetik reagieren häufig deutlich widerstandsfähiger auf Schädlinge und Krankheiten als geschwächte oder gestresste Pflanzen.

Wie unterscheidet sich Guerilla Growing vom klassischen Outdoor Anbau?

Beide Anbaumethoden nutzen Sonnenlicht als Energiequelle. Der größte Unterschied besteht darin, wie intensiv die Pflanzen während der Wachstumsphase betreut werden können.
 

Merkmal Guerilla Growing Klassischer Outdoor-Anbau
Sonnenlicht Natürlich Natürlich
Bewässerung Überwiegend natürliche Niederschläge Gezielt steuerbar
Pflegeaufwand Gering bis mittel Mittel bis hoch
Kontrolle der Pflanzen Nur gelegentlich Jederzeit möglich
Nährstoffversorgung Vor allem über natürliche Bodenverhältnisse Gezielt anpassbar
Einfluss auf Umweltbedingungen Gering Höher
Ertrag Stark standortabhängig Besser planbar

Während der klassische Outdoor-Anbau regelmäßige Pflege, Bewässerung und Nährstoffversorgung ermöglicht, verlassen sich Guerilla-Grows überwiegend auf natürliche Standortbedingungen. Deshalb gewinnen Klima, Bodenqualität und die Auswahl einer geeigneten Genetik bei dieser Anbaumethode noch stärker an Bedeutung.

Guerilla Growing und klassischer Outdoor-Anbau nutzen dieselben natürlichen Ressourcen. Der wesentliche Unterschied liegt darin, wie intensiv Wachstum und Entwicklung der Pflanzen während der Saison begleitet werden können.

Häufige Fragen zu Guerilla Growing

Was versteht man unter Guerilla Growing?
Guerilla Growing bezeichnet den Anbau von Cannabis an abgelegenen Standorten außerhalb klassischer Anbauflächen. Charakteristisch sind natürliche Standortbedingungen sowie ein vergleichsweise geringer Pflegeaufwand während der Vegetationsperiode.

Welche Cannabis-Sorten eignen sich besonders gut?
Bewährt haben sich robuste Outdoor-Genetiken mit hoher Schimmelresistenz, kräftigem Wachstum und guter Anpassungsfähigkeit an wechselnde Wetterbedingungen. Besonders beliebt sind unter anderem Frisian Dew, Passion #1, Serious 6 oder Guerrilla's Gusto.

Sind Autoflowering-Sorten geeignet?
Ja. Autoflowering-Sorten erreichen ihre Blüte unabhängig von der Tageslänge und eignen sich besonders für Regionen mit einer kurzen Vegetationsperiode oder einem frühen Herbst.

Welche Rolle spielt der Boden?
Ein lockerer, humusreicher und gut drainierter Boden unterstützt eine gesunde Wurzelentwicklung und sorgt für eine gleichmäßige Versorgung mit Wasser und Nährstoffen.

Wie viel Sonne benötigt Cannabis?
Für kräftiges Wachstum und eine gute Blütenentwicklung profitieren Cannabispflanzen von möglichst vielen direkten Sonnenstunden während der Vegetationsperiode.

Welcher pH-Wert ist ideal?
Die meisten Cannabis-Sorten wachsen am besten in Böden mit einem pH-Wert zwischen etwa 6,0 und 7,0, da in diesem Bereich die Nährstoffaufnahme besonders effizient erfolgt.

Welche Krankheiten treten häufig auf?
Zu den häufigsten Problemen im Freiland gehören Botrytis (Grauschimmel), Mehltau sowie Wurzelfäule bei dauerhaft nassen Böden.

Welche Schädlinge können auftreten?
Je nach Region zählen Blattläuse, Spinnmilben, Schnecken, Raupen sowie Wildverbiss durch Rehe oder Hasen zu den häufigsten Herausforderungen.

Welche Klimazonen eignen sich besonders gut?
Grundsätzlich profitieren Cannabispflanzen von langen, sonnigen Vegetationsperioden. Die geeignete Genetik sollte jedoch immer an das jeweilige regionale Klima angepasst werden.

Welche Vorteile bietet Guerilla Growing?
Die Anbaumethode nutzt Sonnenlicht und natürliche Umweltbedingungen, wodurch auf künstliche Beleuchtung und umfangreiche Technik weitgehend verzichtet werden kann.

Welche Nachteile gibt es?
Klima, Niederschläge, Bodenqualität und Witterung lassen sich im Freiland nur begrenzt beeinflussen. Dadurch können Wachstum und Ertrag von Saison zu Saison unterschiedlich ausfallen.

Wie wichtig ist die Genetik?
Die Wahl der passenden Sorte gehört zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren. Robuste Outdoor-Genetiken kommen mit natürlichen Umweltbedingungen meist deutlich besser zurecht als empfindliche Indoor-Sorten.

Kann Guerilla Growing auch in kühleren Regionen funktionieren?
Ja. Früh blühende und schimmelresistente Sorten wurden speziell für kürzere Sommer und wechselhafte Witterungsbedingungen gezüchtet und eignen sich häufig sehr gut für gemäßigte Klimazonen.

Warum spielt das Mikroklima eine so große Rolle?
Schon kleine Unterschiede bei Sonneneinstrahlung, Wind oder Luftfeuchtigkeit können Wachstum, Blütebeginn und Pflanzengesundheit deutlich beeinflussen.

Worin unterscheidet sich Guerilla Growing vom Indoor-Anbau?
Beim Indoor-Anbau lassen sich Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Bewässerung gezielt steuern. Guerilla Growing nutzt dagegen überwiegend natürliche Umweltbedingungen.


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