CBD für Hunde: Wirkung, Öl & Forschung
Was wissen wir über CBD bei Hunden?
Aktualisiert: August 2026 | CBD bei Hunden: Forschung, mögliche Wirkungen, Sicherheit, Nebenwirkungen, Dosierungsfragen sowie der Unterschied zwischen CBD Öl und Hanföl.
Autor: Cannapot Grow Team | Lesezeit: ungefähr fünfundzwanzig Minuten

Das Wichtigste auf einen Blick
✓ CBD (Cannabidiol) wurde bei Hunden inzwischen in mehreren kontrollierten veterinärmedizinischen Studien untersucht. Die Forschung ist umfangreicher als bei vielen anderen Haustieren, erlaubt aber noch keine pauschalen Aussagen wie „CBD hilft Hunden gegen Schmerzen, Angst oder Epilepsie“.
✓ Zu Arthrose und damit verbundenen Schmerzen liegen mehrere klinische Studien vor. Einige zeigen Verbesserungen bei Schmerz, Aktivität oder Beweglichkeit. Eine systematische Übersichtsarbeit bewertete die wissenschaftliche Sicherheit dieser Ergebnisse jedoch als sehr gering.
✓ Bei medikamentenresistenter idiopathischer Epilepsie wurde CBD zusätzlich zu bestehenden Antiepileptika untersucht. In kontrollierten Studien ging die Anfallshäufigkeit teilweise zurück. CBD wurde dabei jedoch als Ergänzung und nicht als Ersatz für die bestehende Behandlung eingesetzt.
✓ Untersuchungen zu Stress, Trennung und Autofahrten zeigen mögliche Effekte auf einzelne Verhaltens- und Stressmarker. Andere Messwerte blieben unverändert. Daraus lässt sich keine allgemein beruhigende Wirkung von CBD bei jedem Hund ableiten.
✓ Bestimmte THC-freie CBD-Formulierungen wurden von gesunden Hunden auch über mehrere Monate insgesamt gut vertragen. Wiederholt beobachteten Forscher jedoch einen Anstieg der alkalischen Phosphatase (ALP). Ein solcher Laborwert sollte im Zusammenhang mit weiteren Befunden tierärztlich beurteilt werden.
✓ CBD Öl und Hanfsamenöl sind nicht dasselbe. Hanfsamenöl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen und ist keine relevante natürliche CBD-Quelle. Es kann jedoch als Trägeröl für ein CBD-haltiges Produkt verwendet werden.
✓ CBD und THC müssen klar voneinander unterschieden werden. Hunde reagieren empfindlich auf THC. Eine Aufnahme kann unter anderem Lethargie, Koordinationsstörungen, Erbrechen, Zittern, Unterkühlung oder Harninkontinenz verursachen.
✓ Eine pauschale Empfehlung wie „X Tropfen CBD Öl pro Hund“ ist nicht seriös. CBD-Konzentration, Tropfengröße, Körpergewicht, Gesundheitszustand, Medikamente und Produktzusammensetzung unterscheiden sich. Die in Studien verwendeten Dosierungen sind daher keine allgemeine Dosierungsempfehlung für Hunde.
Was ist CBD und was bedeutet CBD für Hunde?
CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol, ein natürlich vorkommendes Cannabinoid der Cannabispflanze. Die grundlegenden Unterschiede zwischen CBD und THC betreffen unter anderem ihre Wirkung und pharmakologischen Eigenschaften. Anders als THC verursacht CBD keine typische berauschende Wirkung.
Wenn von „CBD für Hunde“, „CBD Öl für Hunde“ oder „CBD bei Hunden“ die Rede ist, können damit sehr unterschiedliche Produkte gemeint sein. Ein CBD Öl besteht typischerweise aus Cannabidiol beziehungsweise einem cannabinoidhaltigen Hanfextrakt und einem Trägeröl. Dafür kommen beispielsweise MCT-, Sonnenblumen- oder Hanfsamenöl infrage. Je nach Produkt können außerdem weitere Cannabinoide und andere Inhaltsstoffe enthalten sein.
Für die Bewertung von Studien ist diese Unterscheidung entscheidend. Ergebnisse mit einem genau definierten THC-freien CBD-Destillat lassen sich nicht automatisch auf ein Vollspektrumprodukt, ein CBD/CBDA-haltiges Hanfextrakt oder ein Produkt mit messbaren THC-Mengen übertragen. Auch die Darreichungsform kann beeinflussen, wie viel CBD tatsächlich in den Blutkreislauf gelangt.
Wichtig für die Einordnung: „CBD Öl“ ist kein einheitliches Studienprodukt. Konzentration, Extraktart, Trägeröl, weitere Cannabinoide und mögliche Verunreinigungen können sich unterscheiden. Deshalb muss bei jeder Studie berücksichtigt werden, welches Präparat den Hunden tatsächlich verabreicht wurde.
Wie wirkt CBD im Körper eines Hundes?
Hunde besitzen wie andere Säugetiere ein Endocannabinoid-System. Dazu gehören körpereigene Endocannabinoide, Rezeptoren und Enzyme, die an verschiedenen Regulationsprozessen beteiligt sind. Die Existenz dieses Systems allein sagt jedoch noch nichts darüber aus, ob CBD bei einer bestimmten Erkrankung des Hundes tatsächlich klinisch wirksam ist.
Die pharmakologische Wirkung von Cannabidiol ist komplex. CBD wirkt nicht ausschließlich über einen einzelnen Cannabinoidrezeptor, sondern kann verschiedene Rezeptor- und Enzymsysteme beeinflussen. Ein Teil der bekannten Mechanismen stammt allerdings aus Laboruntersuchungen und Tiermodellen außerhalb der Hundemedizin. Ob daraus beim Hund ein klinisch relevanter Effekt bei Schmerzen, Angst oder Krampfanfällen entsteht, muss deshalb für jeden Anwendungsbereich in kontrollierten Studien untersucht werden.
Ein Wirkmechanismus beweist noch keine Wirksamkeit: Dass CBD mit biologischen Signalwegen im Körper eines Hundes interagiert, beweist noch keine therapeutische Wirkung. Entscheidend sind kontrollierte Studien mit Hunden, klinisch relevanten Endpunkten und einer geeigneten Vergleichsgruppe.
Was sagt die Forschung zu CBD bei Hunden?
Die CBD-Forschung beim Hund umfasst inzwischen Pharmakokinetik, Verträglichkeit und mehrere klinische Anwendungsbereiche. Besonders häufig untersucht wurden Arthrose, idiopathische Epilepsie und verschiedene Stresssituationen. Viele Studien sind jedoch klein, verwenden unterschiedliche CBD-Produkte und untersuchen nicht dieselben Endpunkte.
Deshalb muss die Studienlage für jeden Anwendungsbereich getrennt betrachtet werden. Die Erkenntnisse zu Arthrose, Epilepsie, Stress und Verträglichkeit stammen aus unterschiedlichen Studienpopulationen und wurden mit verschiedenen Präparaten gewonnen. Eine positive Veränderung in einer kleinen Untersuchung mit einem bestimmten Extrakt bedeutet nicht, dass jedes CBD Öl bei Hunden denselben Effekt erzielt. Ebenso lässt sich aus einer guten Verträglichkeit bei gesunden Tieren nicht ableiten, dass die gleiche Anwendung bei einem Hund mit Lebererkrankung, Epilepsie oder mehreren Medikamenten ebenso sicher ist.
| Studie | Hunde / Produkt | Untersucht | Wichtigstes Ergebnis | Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| Gamble et al., 2018 | Hunde mit Osteoarthritis; CBD-reiches Öl | 2 mg/kg alle 12 Stunden im Crossover-Design | Verbesserungen bei mehreren Schmerz- und Aktivitätsbewertungen; unter CBD stieg die ALP an. | Kleine Studie; subjektive Endpunkte und das konkrete Studienprodukt begrenzen die Übertragbarkeit. |
| McGrath et al., 2019 | 26 Hunde mit therapieresistenter idiopathischer Epilepsie | CBD zusätzlich zu bestehenden Antiepileptika | In der ausgewerteten CBD-Gruppe sank die Anfallshäufigkeit; bei der Responderrate zeigte sich kein eindeutiger Unterschied zu Placebo. | Kleine auswertbare Gruppen; CBD wurde ausschließlich ergänzend eingesetzt. |
| Verrico et al., 2020 | Hunde mit Osteoarthritis; freie und liposomale CBD-Formulierungen | 4 Wochen, randomisiert und placebokontrolliert | Bei bestimmten Dosierungen beziehungsweise Formulierungen verbesserten sich Schmerz- und Mobilitätswerte. | Kleine klinische Stichprobe; die Ergebnisse sind an die untersuchten Formulierungen gebunden. |
| Bradley et al., 2022 | 40 gesunde Hunde; THC-freies CBD-Destillat vs. Placebo | 4 mg/kg täglich über 6 Monate | Insgesamt gute Verträglichkeit; vorübergehende ALP-Erhöhung bei etwas mehr als der Hälfte der CBD-Hunde. | Sicherheitsstudie an gesunden Hunden; kein Nachweis einer therapeutischen Wirksamkeit. |
| Hunt et al., 2023 | 40 gesunde Hunde; THC-freies CBD-Destillat | Einzeldosis von etwa 4 mg/kg vor Trennung oder kurzer Autofahrt | Einige Stressmarker unterschieden sich zugunsten von CBD, andere nicht. | Bestimmte Stressmodelle und nur drei Hunderassen; Autoren waren bei Mars Petcare beschäftigt. |
| Rozental et al., 2023 | 51 Hunde mit medikamentenresistenter idiopathischer Epilepsie | CBD als Zusatz zu Antiepileptika; doppelblinde Crossover-Studie | Bei 9 mg/kg/Tag sank die Anfallshäufigkeit gegenüber Placebo; die ≥50-%-Responderrate unterschied sich nicht signifikant. | Wichtige kontrollierte Studie, aber kein Beleg für CBD als Ersatz antiepileptischer Medikamente. |
| Patikorn et al., 2023 | Systematischer Review; 5 Studien mit 117 Hunden mit Osteoarthritis | Wirksamkeit und Sicherheit von CBD bei Arthrose | CBD könnte Schmerzwerte senken; die Evidenz für eine klinische Wirksamkeit wurde jedoch als sehr unsicher bewertet. | Alle eingeschlossenen Studien wiesen ein hohes Verzerrungsrisiko auf. |
| Flint et al., 2024 | 19 Hunde; THC-freies CBD-Destillat | Tägliche Gabe über 6 Monate und wiederholte Autofahrten | Einige Verhaltens- und Stressparameter fielen unter CBD günstiger aus, andere nicht. | Kleine Gruppe; alle Autoren waren bei Mars Petcare beschäftigt. |
CBD bei Arthrose und Gelenkschmerzen beim Hund – was ist bekannt?
Arthrose gehört zu den am häufigsten untersuchten Anwendungsgebieten von CBD bei Hunden. Mehrere kleine klinische Studien berichten Verbesserungen einzelner Schmerz-, Aktivitäts- oder Mobilitätswerte. Insgesamt bleibt die wissenschaftliche Beweislage jedoch unsicher.
In einer 2018 veröffentlichten Cornell-Studie erhielten Hunde mit Osteoarthritis in einem randomisierten, placebokontrollierten und verblindeten Crossover-Design entweder CBD Öl oder Placebo. Bei einer Studiendosis von 2 mg CBD pro kg Körpergewicht alle zwölf Stunden verbesserten sich mehrere tierärztliche und von den Haltern vorgenommene Bewertungen. Gleichzeitig wurde ein Anstieg der alkalischen Phosphatase beobachtet.
Weitere Untersuchungen kamen teilweise zu ähnlichen Ergebnissen, verwendeten jedoch andere Präparate, Dosierungen, Studiendauern und Messmethoden. Diese Unterschiede erschweren es, die Ergebnisse direkt miteinander zu vergleichen oder auf andere CBD-Produkte zu übertragen.
Eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse aus dem Jahr 2023 fasste fünf Studien mit insgesamt 117 Hunden zusammen. Demnach könnte CBD bestimmte Schmerzwerte senken. Die Autoren stuften die Evidenz für eine klinische Wirksamkeit allerdings als sehr unsicher ein. Alle eingeschlossenen Studien wiesen ein hohes Verzerrungsrisiko auf, zudem unterschieden sich die untersuchten Produkte deutlich.
Einordnung bei Arthrose: Die vorhandenen Studien liefern erste klinische Hinweise, rechtfertigen aber nicht die pauschale Aussage „CBD wirkt gegen Arthrose“. Arthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung, die tierärztlich diagnostiziert und individuell behandelt werden sollte. CBD wurde in Studien als mögliche Ergänzung einer bestehenden Behandlung untersucht.
CBD bei Epilepsie und Krampfanfällen beim Hund – was zeigen die Studien?
Für medikamentenresistente idiopathische Epilepsie liegen inzwischen mehrere kontrollierte Studien mit Hunden vor. CBD wurde dabei zusätzlich zu bestehenden Antiepileptika untersucht und nicht als Ersatz für diese Medikamente.
In einer randomisierten, verblindeten Studie von 2019 wurden 26 Hunde mit therapieresistenter idiopathischer Epilepsie aufgenommen. Die CBD-Gruppe erhielt zusätzlich zur bisherigen antiepileptischen Therapie zweimal täglich 2,5 mg CBD pro kg Körpergewicht. Nach Ausschlüssen gingen neun Hunde aus der CBD- und sieben aus der Placebogruppe in die Auswertung ein. Die mediane Anfallshäufigkeit sank in der CBD-Gruppe stärker. Bei der Zahl der Hunde mit einer mindestens 50-prozentigen Reduktion der Anfallshäufigkeit zeigte sich jedoch kein klarer Unterschied zwischen den Gruppen.
Eine größere doppelblinde Crossover-Studie von 2023 untersuchte 51 Hunde, die trotz mindestens eines Antiepileptikums weiterhin mindestens zwei Anfälle pro Monat hatten. Eine zunächst untersuchte niedrigere CBD-Dosis erfüllte vorab definierte Kriterien für eine unzureichende Wirkung; anschließend wurden 9 mg/kg pro Tag geprüft. Bei dieser Dosis sank die Anfallshäufigkeit gegenüber Placebo signifikant. Der Anteil der Hunde mit einer Reduktion der Anfälle um mindestens 50 Prozent unterschied sich jedoch auch hier nicht signifikant zwischen CBD und Placebo.
Neben der möglichen Wirkung müssen unerwünschte Reaktionen und Veränderungen der Laborwerte berücksichtigt werden. In den Epilepsiestudien wurden unter anderem erhöhte Leberenzymaktivitäten beobachtet. Gleichzeitig können betroffene Hunde Medikamente wie Phenobarbital, Levetiracetam, Zonisamid oder andere Antiepileptika erhalten. Eine tierärztliche Überwachung ist deshalb besonders wichtig.
Bei Epilepsie besonders wichtig: CBD darf nicht eigenmächtig anstelle eines verordneten Antiepileptikums eingesetzt und ein bestehendes Medikament nicht ohne tierärztliche Rücksprache reduziert oder abgesetzt werden. Die kontrollierten Studien untersuchten CBD als Zusatztherapie. Änderungen einer Epilepsiebehandlung gehören in tierärztliche beziehungsweise neurologische Betreuung.
Kann CBD Hunde bei Stress und Angst beruhigen?
Die Forschung zu CBD bei Stress und Angst beim Hund liefert bislang kein eindeutiges Ergebnis. Einige kontrollierte Untersuchungen zeigen Veränderungen einzelner Stressmarker, während andere Messgrößen unverändert bleiben. Eine zuverlässig beruhigende Wirkung bei jedem Hund ist daher nicht belegt.
In einer 2023 veröffentlichten Studie erhielten 40 gesunde Hunde entweder Placebo oder einmalig etwa 4 mg/kg eines THC-freien CBD-Destillats. Anschließend wurden 21 Hunde kurzzeitig von einer Betreuungsperson getrennt, während 19 Hunde einer kurzen Autofahrt ausgesetzt wurden. Bei einigen physiologischen und verhaltensbezogenen Stressparametern zeigten sich Unterschiede zugunsten von CBD. Andere Messgrößen, darunter Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität, unterschieden sich dagegen nicht.
Die Aussagekraft der Studie ist begrenzt: Die Hunde lebten in einer Forschungseinrichtung, gehörten nur drei Rassen an und waren nicht gezielt als Haushunde mit diagnostizierter Trennungs- oder Reiseangst ausgewählt worden. Zudem waren alle Autoren bei Mars Petcare beschäftigt. Dieser mögliche Interessenkonflikt macht die Ergebnisse nicht automatisch ungültig, sollte bei ihrer Bewertung aber berücksichtigt werden.
Was weiß man zu CBD bei Autofahrten und Trennungsstress?
Autofahrten und kurze Trennungssituationen wurden bei Hunden direkt untersucht. Die bisherigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass CBD einzelne Stressreaktionen beeinflussen kann. Sie belegen jedoch nicht, dass CBD eine klinische Angststörung beim Hund behandelt.
Eine weitere Untersuchung begleitete Hunde über sechs Monate bei wiederholten kurzen Autofahrten. Bei einer täglichen Gabe von etwa 4 mg/kg CBD fielen einige Parameter wie Cortisol, Winseln, Lippenlecken und qualitative Verhaltensbewertungen zu mindestens einem Messzeitpunkt günstiger aus als unter Placebo. Andere Messgrößen zeigten dagegen keinen Unterschied. Mit 19 Hunden war die Stichprobe klein; auch bei dieser Studie waren alle Autoren bei Mars Petcare beschäftigt.
Bei ausgeprägter Trennungsangst, Panik während Autofahrten oder anderen Verhaltensproblemen ist deshalb eine tierärztliche beziehungsweise verhaltenstherapeutische Abklärung wichtiger als eine pauschale CBD-Empfehlung. Auch Schmerzen, neurologische Erkrankungen oder andere körperliche Ursachen können Unruhe und Verhaltensänderungen auslösen.
Wie gut nimmt ein Hund CBD nach oraler Einnahme auf?
Oral verabreichtes CBD kann beim Hund in den Blutkreislauf gelangen, die erreichten Konzentrationen unterscheiden sich jedoch teilweise deutlich. Dosis, Fütterung, Trägeröl, Darreichungsform und die konkrete Formulierung können beeinflussen, wie CBD aufgenommen und verarbeitet wird.
Eine ältere pharmakokinetische Untersuchung zeigte nach oraler Gabe eine geringe und zwischen den einzelnen Hunden stark schwankende Bioverfügbarkeit. Auch neuere Studien mit CBD-reichen Ölen und anderen Formulierungen zeigen erhebliche Unterschiede bei den gemessenen CBD-Konzentrationen. Die Angabe einer bestimmten CBD-Menge allein reicht deshalb nicht aus, um vorherzusagen, welche Konzentration im Blut eines einzelnen Hundes erreicht wird.
Auch die Darreichungsform spielt eine Rolle. Öl, Kapsel, Softchew, CBD-Isolat oder ein cannabinoidreicher Extrakt sind pharmakokinetisch nicht automatisch miteinander vergleichbar. Bei der Bewertung von Forschungsergebnissen sollten deshalb neben der mg/kg-Dosis auch die verwendete Formulierung und der Zeitpunkt der Messungen berücksichtigt werden.

Welche Wirkung hat CBD bei Hunden?
Eine einzige, allgemeingültige „CBD Wirkung beim Hund“ lässt sich wissenschaftlich nicht beschreiben. Ob CBD einen messbaren Effekt zeigt, hängt unter anderem vom untersuchten Anwendungsgebiet, der Formulierung, der Dosis, der Anwendungsdauer und den jeweiligen Messgrößen ab.
Am besten untersucht sind derzeit Beschwerden im Zusammenhang mit Osteoarthritis, medikamentenresistente idiopathische Epilepsie sowie bestimmte Stresssituationen. Daneben gibt es kleinere Untersuchungen beispielsweise zu Hauterkrankungen oder Verhalten. Die Ergebnisse dieser unterschiedlichen Forschungsbereiche dürfen nicht miteinander vermischt werden: Ein möglicher Effekt bei arthrosebedingten Schmerzen sagt nichts darüber aus, ob CBD auch bei Trennungsstress oder Krampfanfällen wirksam ist.
Auch Erfahrungen von Hundehaltern können kontrollierte Studien nicht ersetzen. Erwartungen, gleichzeitig verabreichte Medikamente, Training, Tagesform oder natürliche Schwankungen einer Erkrankung können die Wahrnehmung beeinflussen. Besonders bei Schmerzen und Verhalten sind Placebogruppen und möglichst verblindete Bewertungen deshalb wichtig, um tatsächliche Effekte besser von anderen Einflüssen unterscheiden zu können.
Was ist bei CBD für ältere Hunde zu beachten?
Ein höheres Alter allein ist kein wissenschaftlich belegter Grund für die Anwendung von CBD. Bei älteren Hunden ist vielmehr entscheidend, welche Erkrankungen bestehen, welche Medikamente sie erhalten und wie es um Leber, Nieren, Herz und Bewegungsapparat steht.
Viele Untersuchungen zur längerfristigen Verträglichkeit von CBD wurden mit klinisch gesunden Hunden durchgeführt. Ein älterer Hund mit Arthrose, Herzkrankheit, Nierenerkrankung oder mehreren gleichzeitig verabreichten Medikamenten unterscheidet sich von diesen Studientieren deutlich. Bei solchen Hunden können mögliche Wechselwirkungen und die Kontrolle bestimmter Laborwerte eine besondere Rolle spielen.
Auch scheinbar typische Alterserscheinungen wie nachlassende Aktivität, Schwierigkeiten beim Aufstehen, nächtliche Unruhe oder Veränderungen im Verhalten sollten nicht vorschnell als normale Folge des Alters betrachtet werden. Dahinter können Schmerzen oder andere behandelbare Ursachen stehen, die tierärztlich abgeklärt werden sollten.
CBD Öl oder Hanföl für Hunde – was ist der Unterschied?
CBD Öl und Hanfsamenöl sind nicht dasselbe. Ein CBD-haltiges Öl enthält gezielt Cannabidiol beziehungsweise einen cannabinoidhaltigen Extrakt. Hanfsamenöl wird dagegen aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen und ist keine relevante natürliche CBD-Quelle.
Im Alltag wird die Bezeichnung „Hanföl für Hunde“ häufig uneinheitlich verwendet. Gemeint sein kann gewöhnliches Hanfsamenöl, ein CBD-haltiges Produkt mit Hanfsamenöl als Träger oder ein Hanfextrakt mit mehreren Cannabinoiden. Aus der Bezeichnung allein lässt sich deshalb weder der CBD- noch der THC-Gehalt zuverlässig ableiten.
Welche Cannabinoide eine Hanfpflanze bildet, wird unter anderem von ihrer Genetik beeinflusst. Speziell selektierte CBD Samen können Pflanzen mit CBD-dominierten Cannabinoidprofilen hervorbringen. Welche CBD-Konzentration später tatsächlich in einem Öl enthalten ist, hängt jedoch zusätzlich von Pflanzenmaterial, Verarbeitung, Extraktion und Formulierung des jeweiligen Produkts ab.
| Produkt / Begriff | Ausgangsmaterial | CBD | THC | Wichtig für Hundehalter |
|---|---|---|---|---|
| CBD-haltiges Öl | CBD beziehungsweise Hanfextrakt plus Trägeröl | gezielt enthalten | produktabhängig | CBD-Menge, THC-Gehalt und Zusammensetzung sollten klar angegeben sein. |
| Hanfsamenöl | Samen der Hanfpflanze | keine relevante natürliche CBD-Quelle | keine relevante natürliche Quelle; Spuren durch Verunreinigungen möglich | Nicht mit CBD Öl gleichsetzen. |
| Hanf-/Cannabisextrakt | cannabinoidhaltige Pflanzenteile | abhängig vom Extrakt | abhängig vom Extrakt | Die Bezeichnung „Hanfextrakt“ allein sagt nichts über die exakten Cannabinoidmengen aus. |
| Trägeröl | z. B. MCT-, Sonnenblumen- oder Hanfsamenöl | nicht zwangsläufig enthalten | nicht zwangsläufig enthalten | Dient als flüssige Grundlage; die Art des Öls kann die Formulierung beeinflussen. |
| THC-haltiges Cannabisöl | THC-haltiger Cannabisextrakt plus Trägeröl | produktabhängig | gezielt oder in relevanter Menge enthalten | Nicht mit THC-freiem CBD Öl gleichsetzen; für Hunde besteht ein anderes Risikoprofil. |
Enthält Hanfsamenöl CBD?
Hanfsamen sind keine relevante natürliche Quelle für CBD. Gewöhnliches Hanfsamenöl ist deshalb nicht mit CBD Öl gleichzusetzen.
Spuren von Cannabinoiden können in kommerziellen Hanfsamenölen dennoch vorkommen, wenn die Samen bei Ernte oder Verarbeitung mit cannabinoidhaltigen Pflanzenteilen in Kontakt gekommen sind. Dadurch wird Hanfsamenöl jedoch nicht zu einem standardisierten CBD-Produkt. Ob und in welcher Menge ein Öl CBD enthält, lässt sich nur anhand der konkreten Produktdeklaration beziehungsweise einer analytischen Untersuchung beurteilen.
Davon zu unterscheiden sind Hanfsamen für den Anbau: Ihre genetischen Eigenschaften beeinflussen mit, welches Cannabinoidprofil die daraus entstehenden Pflanzen entwickeln können.
Ist CBD für Hunde sicher?
In kontrollierten Studien wurden bestimmte CBD-Präparate von gesunden Hunden insgesamt gut vertragen. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes CBD-Produkt für jeden Hund gleichermaßen geeignet oder unbedenklich ist.
Eine wichtige Langzeitstudie aus dem Jahr 2022 untersuchte 40 klinisch gesunde Hunde. Zwanzig Tiere erhielten über sechs Monate täglich 4 mg CBD pro kg Körpergewicht in Form eines THC-freien CBD-Destillats, die übrigen zwanzig erhielten ein Placebo. Während der Studie wurden die Hunde regelmäßig tierärztlich untersucht und unter anderem Blutbild, Blutchemie und Urin kontrolliert. Insgesamt wurde das verwendete CBD-Präparat gut vertragen.
Bei etwas mehr als der Hälfte der mit CBD behandelten Hunde wurde allerdings vorübergehend eine erhöhte alkalische Phosphatase (ALP) gemessen. Andere untersuchte Leberwerte zeigten nicht gleichzeitig vergleichbare klinisch bedeutsame Veränderungen. Zudem war auch die knochenspezifische ALP erhöht. Ein ALP-Anstieg unter CBD lässt sich daher nicht automatisch mit einer Schädigung der Leber gleichsetzen.
Diese Ergebnisse gelten jedoch für gesunde Hunde, eine genau definierte THC-freie Formulierung und die in der Studie verwendete Dosis. Wie andere CBD-Produkte, höhere Dosierungen oder eine längerfristige Anwendung bei erkrankten Hunden zu beurteilen sind, lässt sich daraus nicht pauschal ableiten.
Welche Nebenwirkungen von CBD wurden bei Hunden beobachtet?
In Studien mit Hunden wurden unter anderem Magen-Darm-Beschwerden, Erbrechen, verminderter Appetit, Müdigkeit, Lethargie, Ataxie sowie Veränderungen bestimmter Leberwerte beschrieben. Ob und welche Nebenwirkungen auftreten, kann unter anderem von der Dosis und dem verwendeten Präparat abhängen.
Bei höheren Dosierungen traten in Verträglichkeitsstudien teilweise häufiger unerwünschte Reaktionen auf. Gleichzeitig besteht ein CBD Öl nicht nur aus Cannabidiol: Auch Trägeröl, weitere Inhaltsstoffe oder nicht deklarierte THC-Mengen können eine Rolle spielen. Beschwerden nach der Einnahme eines beliebigen CBD-Produkts lassen sich deshalb nicht automatisch dem CBD selbst zuschreiben.
Bei einer wiederholten Anwendung können außerdem Blutuntersuchungen relevant sein. Mehrere Studien berichten über einen Anstieg der alkalischen Phosphatase (ALP). Besonders bei bestehenden Erkrankungen oder einer gleichzeitigen Behandlung mit anderen Medikamenten kann es daher sinnvoll sein, die Anwendung und mögliche Veränderungen tierärztlich begleiten zu lassen.
Was bedeutet ein erhöhter ALP-Wert beim Hund unter CBD?
ALP steht für alkalische Phosphatase. Ein erhöhter ALP-Wert bedeutet beim Hund nicht automatisch, dass die Leber geschädigt ist. Für die Beurteilung müssen weitere Laborwerte, mögliche Medikamente, Symptome und der allgemeine Gesundheitszustand berücksichtigt werden.
In der sechsmonatigen Sicherheitsstudie von Bradley et al. stieg die Gesamt-ALP bei einem Teil der mit CBD behandelten gesunden Hunde vorübergehend an. Gleichzeitig war auch die knochenspezifische ALP erhöht und korrelierte stark mit der Gesamt-ALP. Bei anderen untersuchten Leberwerten wurden dagegen keine vergleichbaren klinisch relevanten Veränderungen festgestellt.
Erhöhte ALP-Werte wurden auch in Studien zu Epilepsie und Arthrose beobachtet. Die Interpretation kann insbesondere dann schwieriger sein, wenn ein Hund gleichzeitig Medikamente wie Phenobarbital erhält, da auch andere Arzneimittel bestimmte Enzymwerte beeinflussen können. Ein einzelner erhöhter Wert sollte deshalb immer im Zusammenhang mit den übrigen Befunden betrachtet werden.
ALP-Anstieg bedeutet nicht automatisch Leberschaden: Ein erhöhter Wert sollte tierärztlich eingeordnet werden. Entscheidend ist das Gesamtbild aus weiteren Laborwerten, möglichen Symptomen, Medikamenten und der Entwicklung der Werte im zeitlichen Verlauf.
Warum kann THC für Hunde problematisch sein?
THC und CBD müssen bei Hunden klar voneinander unterschieden werden. Hunde reagieren empfindlich auf THC. Die Ergebnisse von Studien mit THC-freien CBD-Präparaten lassen sich deshalb nicht auf THC-haltige Cannabisprodukte übertragen.
Nach der Aufnahme von THC können bei Hunden unter anderem Lethargie, ein unsicherer Gang beziehungsweise Ataxie, Erbrechen, Zittern, eine ungewöhnlich starke Reaktion auf Geräusche oder Bewegungen, Harninkontinenz, ein verlangsamter Herzschlag und eine erniedrigte Körpertemperatur auftreten. Bei Cannabis-Edibles für Menschen können zusätzliche Inhaltsstoffe weitere Risiken verursachen. Dazu gehören beispielsweise Schokolade, Xylit oder sehr fettreiche Zutaten.
Ein CBD-Präparat, das in einer Studie nachweislich kein THC enthielt, ist daher nicht mit einem THC-haltigen Cannabisöl vergleichbar. Auch Produkte, die für Menschen bestimmt sind, sollten nicht automatisch bei Hunden verwendet werden.
Bei möglicher THC-Aufnahme: Zeigt ein Hund nach der Aufnahme von Cannabis, einem Edible oder einem cannabinoidhaltigen Öl ungewöhnliche Symptome, sollte ein Tierarzt oder tierärztlicher Notdienst kontaktiert werden. Wenn vorhanden, sollten Verpackung und Angaben zu Inhaltsstoffen und Konzentration mitgenommen werden. Auch die ungefähr aufgenommene Menge kann für die Einschätzung hilfreich sein.
Kann CBD bei Hunden mit Medikamenten wechselwirken?
Auch bei Hunden sind mögliche Wechselwirkungen zwischen CBD und Medikamenten ein wichtiges Thema. Für viele Arzneimittelkombinationen fehlen jedoch belastbare klinische Daten. Deshalb lässt sich nicht seriös pauschal festlegen, welche Kombinationen grundsätzlich unproblematisch sind.
Eine kontrollierte pharmakokinetische Studie mit neun gesunden Beagles untersuchte CBD zusammen mit Phenobarbital. Unter den geprüften Bedingungen wurden keine signifikanten pharmakokinetischen Wechselwirkungen festgestellt. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass CBD mit allen Medikamenten problemlos kombiniert werden kann oder dass dieselben Ergebnisse auch bei kranken Hunden und einer langfristigen Anwendung gelten.
Laboruntersuchungen an Hunde-Lebermikrosomen zeigen außerdem, dass CBD und CBDA bestimmte Stoffwechselwege beeinflussen können, die über Cytochrom-P450-Enzyme vermittelt werden. Solche In-vitro-Ergebnisse beweisen noch keine klinisch relevante Wechselwirkung beim lebenden Hund, liefern aber einen zusätzlichen Grund für Vorsicht.
Bekommt dein Hund regelmäßig Antiepileptika, Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, Herzmedikamente oder andere dauerhaft verordnete Arzneimittel, sollte eine zusätzliche Anwendung von CBD deshalb vorher mit dem behandelnden Tierarzt besprochen werden.
Wie wird CBD Öl einem Hund verabreicht?
In Studien mit Hunden wurde CBD unter anderem als Öl, Kapsel, Softchew oder cannabinoidreicher Extrakt oral verabreicht. Die Darreichungsform kann beeinflussen, wie genau sich die Menge dosieren lässt und wie CBD vom Körper aufgenommen wird.
Bei flüssigen Produkten ist eine genaue Volumenangabe, zum Beispiel in Millilitern, meist besser nachvollziehbar als eine pauschale Tropfenzahl. Gleichzeitig sollte klar angegeben sein, wie viele Milligramm CBD pro Milliliter enthalten sind. Bei Kapseln oder Softchews ist die CBD-Menge pro Einheit meist eindeutig festgelegt, allerdings können sich auch diese Produkte in ihrer Formulierung und Aufnahme unterscheiden.
Auch die Fütterung kann die Aufnahme beeinflussen. Pauschale Angaben aus dem Internet sollten deshalb weder eine klare Produktdeklaration noch individuelle tierärztliche Vorgaben ersetzen.
Wie wird CBD für Hunde dosiert?
Eine universelle, wissenschaftlich abgesicherte CBD-Dosierung für Hunde gibt es nicht. Welche Menge in einer Studie verwendet wird, hängt unter anderem vom Produkt, dem untersuchten Anwendungsgebiet und dem jeweiligen Studiendesign ab. Angegeben werden die Mengen meist in Milligramm CBD pro Kilogramm Körpergewicht (mg/kg).
Die in Studien eingesetzten Mengen unterscheiden sich deutlich. In Untersuchungen zu Arthrose wurden beispielsweise 2 mg/kg alle zwölf Stunden verwendet. In der Epilepsiestudie von McGrath et al. waren es 2,5 mg/kg zweimal täglich, während die größere Crossover-Studie von 2023 später 9 mg/kg pro Tag untersuchte. In Stress- und Langzeitstudien wurden unter anderem etwa 4 mg/kg eingesetzt.
Diese Werte beschreiben die Bedingungen einzelner Studien und sind keine allgemeine Dosierungsempfehlung. Sie sagen nicht, welche Menge für einen bestimmten Hund mit Arthrose, Angst, Epilepsie oder einer anderen Erkrankung geeignet wäre. Hinzu kommt, dass zwei Produkte trotz identischer mg/kg-Angabe aufgrund unterschiedlicher Formulierungen zu verschiedenen CBD-Konzentrationen im Blut führen können.
Studiendosis ist keine Dosierungsempfehlung: Die genannten mg/kg-Werte dienen ausschließlich dazu, die Forschung einzuordnen. Sie sind keine Anleitung zur Selbstbehandlung. Besonders bei Erkrankungen, Medikamenteneinnahme oder auffälligen Leberwerten sollte eine mögliche Anwendung tierärztlich abgestimmt werden.
Wie viele Tropfen CBD Öl bekommt ein Hund?
Eine feste Tropfenzahl lässt sich für Hunde nicht seriös angeben. Ein Tropfen entspricht keiner standardisierten CBD-Menge. Je nach Flasche, Pipette, Öl und Konzentration kann die tatsächlich enthaltene CBD-Menge pro Tropfen deutlich unterschiedlich sein.
Entscheidend sind vielmehr die CBD-Menge in Milligramm pro Milliliter, die tatsächlich verabreichte Flüssigkeitsmenge, das Körpergewicht, der Gesundheitszustand und mögliche Medikamente. Eine Prozentangabe allein ist für viele Hundehalter weniger aussagekräftig als eine klare Deklaration in mg/ml.
Eine Tabelle nach dem Muster „5 kg = X Tropfen, 10 kg = Y Tropfen“ würde eine Genauigkeit suggerieren, die durch die aktuelle Forschung nicht gedeckt ist. Deshalb verzichten wir bewusst auf eine allgemeine Tropfentabelle.
Woran erkennt man ein geeignetes CBD-Produkt für Hunde?
Bei einem CBD-Produkt für Hunde sollte möglichst klar erkennbar sein, was tatsächlich enthalten ist. Besonders wichtig sind die CBD-Menge, der THC-Gehalt, das verwendete Trägeröl, weitere Inhaltsstoffe und idealerweise eine chargenbezogene Laboranalyse.
Vollspektrumprodukte und bestimmte Hanfextrakte können neben Cannabinoiden auch pflanzliche Begleitstoffe wie Terpene enthalten. Welche Bedeutung Terpene und CBD im Zusammenspiel haben können, sollte jedoch immer im Zusammenhang mit der konkreten Zusammensetzung des jeweiligen Produkts betrachtet werden.
| Prüfpunkt | Warum wichtig? |
|---|---|
| CBD in mg und mg/ml | Eine konkrete Mengenangabe zeigt, wie viel CBD in einer bestimmten Menge des Produkts tatsächlich enthalten ist. |
| THC-Gehalt | Hunde reagieren empfindlich auf THC. Der THC-Gehalt sollte deshalb eindeutig angegeben und möglichst analytisch überprüft sein. |
| Chargenbezogenes Analysenzertifikat | Eine aktuelle Analyse kann zeigen, ob die angegebenen Cannabinoidgehalte stimmen und ob auf mögliche Verunreinigungen geprüft wurde. |
| Trägeröl | MCT-, Sonnenblumen-, Hanfsamen- und andere Öle unterscheiden sich. Das verwendete Trägeröl kann die Formulierung und möglicherweise auch die Aufnahme beeinflussen. |
| Vollständige Zutatenliste | Besonders Produkte für Menschen können zusätzliche Inhaltsstoffe enthalten, die für Hunde ungeeignet oder gefährlich sind. |
| Definierte Dosierhilfe | Eine Dosierhilfe mit Milliliter-Markierung ermöglicht eine genauere Mengenbestimmung als eine nicht standardisierte Anzahl an Tropfen. |
Welche Fehler sollte man bei CBD für Hunde vermeiden?
Bei der Anwendung von CBD für Hunde entstehen Missverständnisse häufig durch unklare Produktangaben, pauschale Dosierungstabellen oder die Übertragung von Studienergebnissen auf völlig andere CBD-Produkte. Auch CBD Öl, Hanfsamenöl und THC-haltige Cannabisöle sollten nicht miteinander gleichgesetzt werden.
| Häufiger Fehler | Warum problematisch? |
|---|---|
| CBD Öl und Hanfsamenöl gleichsetzen | Hanfsamenöl ist keine relevante natürliche CBD-Quelle und deshalb nicht automatisch ein CBD-Produkt. |
| Humanprodukt ungeprüft verwenden | THC-Gehalt, Konzentration, Süßstoffe und weitere Inhaltsstoffe können für Hunde ungeeignet oder gefährlich sein. |
| THC-Gehalt nicht beachten | THC kann bei Hunden deutliche neurologische und körperliche Symptome verursachen. |
| Studiendosis als Dosierungsempfehlung verstehen | Eine mg/kg-Dosis aus einer Studie beschreibt die dort untersuchten Bedingungen und ist keine allgemeine Empfehlung für andere Hunde. |
| Tropfen verschiedener Produkte vergleichen | Tropfengröße und CBD-Konzentration sind nicht standardisiert. Die gleiche Tropfenzahl kann daher unterschiedliche CBD-Mengen enthalten. |
| CBD als Ersatz für verordnete Medikamente einsetzen | In klinischen Hundestudien wurde CBD häufig ergänzend eingesetzt. Verordnete Medikamente sollten nicht eigenmächtig reduziert oder abgesetzt werden. |
| ALP-Anstieg automatisch als Leberschaden deuten | Ein erhöhter ALP-Wert muss zusammen mit weiteren Laborwerten, möglichen Symptomen, Medikamenten und dem zeitlichen Verlauf beurteilt werden. |
Wann sollte man bei CBD für Hunde einen Tierarzt fragen?
Tierärztliche Rücksprache ist besonders wichtig, wenn dein Hund an Epilepsie, chronischen Schmerzen, Arthrose, Leber- oder Nierenerkrankungen leidet, regelmäßig Medikamente erhält oder nach der Aufnahme eines Cannabisprodukts ungewöhnliche Symptome zeigt.
Auch starke Angst, plötzlich auftretende Unruhe, Veränderungen der Beweglichkeit, wiederkehrendes Erbrechen oder ein deutlicher Leistungsabfall können unterschiedliche Ursachen haben. Solche Beschwerden sollten zunächst abgeklärt werden, anstatt sie ohne Diagnose mit CBD zu behandeln.
Hat ein Hund möglicherweise THC oder ein unbekanntes Cannabisprodukt aufgenommen, helfen dem Tierarzt oder Notdienst möglichst genaue Informationen. Dazu gehören die Produktverpackung, bekannte Inhaltsstoffe und Wirkstoffgehalte sowie die ungefähr aufgenommene Menge und der Zeitpunkt der Aufnahme.
Welche Fragen zu CBD für Hunde sind noch offen?
Obwohl inzwischen deutlich mehr Studien mit Hunden vorliegen, sind viele Fragen noch nicht abschließend geklärt. Vor allem fehlen größere, unabhängige Langzeitstudien, die vergleichbare Messmethoden verwenden und mit genau charakterisierten CBD-Produkten durchgeführt werden.
Bei Arthrose ist beispielsweise noch unklar, wie groß ein möglicher zusätzlicher Nutzen von CBD tatsächlich ist und welche Formulierungen sich dafür am besten eignen könnten. Bei Epilepsie werden weitere größere Studien benötigt, um geeignete Dosierungen, mögliche Zielkonzentrationen im Blut und den Einfluss verschiedener Antiepileptika besser beurteilen zu können. Bei Stress und Angst muss außerdem genauer untersucht werden, ob Ergebnisse aus kontrollierten Forschungsbedingungen auf Haushunde mit tatsächlichen Verhaltensproblemen übertragbar sind.
Offene Fragen bestehen auch zu möglichen Wechselwirkungen, zur langfristigen Anwendung bei kranken und älteren Hunden sowie zur Bedeutung wiederholt erhöhter ALP-Werte. Hinzu kommt, dass sich CBD-Isolat, CBD-Destillat, CBD/CBDA-reicher Hanfextrakt und Vollspektrumprodukte in ihrer Zusammensetzung deutlich unterscheiden. Ein positives Ergebnis mit einem bestimmten Präparat lässt sich deshalb nicht automatisch auf andere Produkte übertragen.
Auch Forschungsergebnisse verschiedener Tierarten lassen sich nicht einfach übertragen. Katzen unterscheiden sich unter anderem bei Stoffwechsel und Pharmakokinetik von Hunden. Die speziell für Katzen verfügbare Forschung betrachten wir deshalb getrennt in unserem Beitrag über CBD für Katzen.
Aktueller Forschungsstand: CBD wurde beim Hund inzwischen in verschiedenen Bereichen direkt untersucht. Wie aussagekräftig die Ergebnisse sind, unterscheidet sich jedoch je nach Anwendungsgebiet deutlich. Studien zu Arthrose, Epilepsie, Stress und Sicherheit sollten deshalb jeweils für sich betrachtet werden.
Häufige Fragen zu CBD für Hunde
Ist CBD für Hunde geeignet?
CBD wurde bei Hunden in mehreren kontrollierten Studien untersucht. Daraus lässt sich jedoch keine pauschale Eignung für jeden Hund ableiten. Entscheidend sind unter anderem Produktzusammensetzung, THC-Gehalt, Gesundheitszustand, mögliche Medikamente und der jeweilige Anwendungsgrund.
Ist CBD für Hunde gefährlich?
Bestimmte THC-freie CBD-Formulierungen wurden von gesunden Hunden in Studien insgesamt gut vertragen. Vollständig risikofrei ist CBD damit jedoch nicht. Nebenwirkungen, Veränderungen von Laborwerten, mögliche Wechselwirkungen und Unterschiede zwischen einzelnen Produkten müssen berücksichtigt werden.
Welche Wirkung hat CBD bei Hunden?
Eine allgemeine therapeutische Wirkung von CBD bei Hunden ist bislang nicht belegt. Klinische Studien gibt es insbesondere zu Arthrose, idiopathischer Epilepsie und verschiedenen Stresssituationen. Wie aussagekräftig die Ergebnisse sind, unterscheidet sich je nach Anwendungsgebiet und Studie.
Welche Nebenwirkungen kann CBD beim Hund haben?
In Studien wurden unter anderem Magen-Darm-Beschwerden, Erbrechen, verminderter Appetit, Müdigkeit, Ataxie und Veränderungen der alkalischen Phosphatase beschrieben. Welche Beschwerden auftreten und wie relevant sie sind, kann von Produkt, Dosis und Gesundheitszustand abhängen.
Kann CBD bei Hunden mit Arthrose helfen?
Mehrere kleine Studien berichten Verbesserungen bestimmter Schmerz-, Aktivitäts- oder Mobilitätswerte bei Hunden mit Arthrose. Eine systematische Übersichtsarbeit bewertete die Evidenz für die klinische Wirksamkeit jedoch als sehr unsicher. CBD ist daher kein wissenschaftlich gesicherter Ersatz für eine tierärztliche Arthrosebehandlung.
Kann CBD bei Epilepsie und Krampfanfällen beim Hund eingesetzt werden?
Bei medikamentenresistenter idiopathischer Epilepsie wurde CBD als Ergänzung zu bestehenden Antiepileptika untersucht. Kontrollierte Studien zeigen Hinweise auf eine Verringerung der Anfallshäufigkeit. Sie liefern jedoch keine Grundlage dafür, verordnete Antiepileptika eigenmächtig durch CBD zu ersetzen.
Kann CBD Hunde bei Stress oder Angst beruhigen?
Einige Studien zeigen Veränderungen einzelner Stressparameter, während andere Messgrößen unverändert bleiben. Eine zuverlässig beruhigende Wirkung bei jedem Hund oder eine nachgewiesene Behandlung klinischer Angststörungen lässt sich daraus nicht ableiten.
Hilft CBD Hunden bei Autofahrten?
Autofahrten wurden in kontrollierten Hundestudien direkt untersucht. Dabei beeinflusste CBD einzelne physiologische und verhaltensbezogene Stressmarker. Die Studien waren jedoch klein und wurden mit gesunden Hunden unter Forschungsbedingungen durchgeführt. Die Ergebnisse lassen sich deshalb nicht automatisch auf jeden Hund mit Reiseangst übertragen.
Wie viel CBD darf ein Hund bekommen?
Eine universelle und wissenschaftlich abgesicherte CBD-Dosis für Hunde gibt es nicht. Die in Studien verwendeten mg/kg-Werte beschreiben die jeweilige Versuchsanordnung und sind keine allgemeine Dosierungsempfehlung für den eigenen Hund.
Wie viele Tropfen CBD Öl bekommt ein Hund?
Eine feste Tropfenzahl lässt sich nicht seriös angeben, weil ein Tropfen keiner standardisierten CBD-Menge entspricht. Entscheidend sind unter anderem der CBD-Gehalt in mg/ml, die tatsächlich verabreichte Flüssigkeitsmenge, das Körpergewicht, der Gesundheitszustand und mögliche Medikamente.
Kann man einem Hund CBD Öl für Menschen geben?
Ein CBD-Produkt für Menschen ist nicht automatisch für Hunde geeignet. THC-Gehalt, Konzentration, Trägeröl, Aromen, Süßstoffe und weitere Inhaltsstoffe müssen berücksichtigt werden. Besonders Xylit kann für Hunde hochgefährlich sein.
Was ist der Unterschied zwischen CBD Öl und Hanföl für Hunde?
CBD Öl enthält gezielt Cannabidiol beziehungsweise einen cannabinoidhaltigen Extrakt. Mit „Hanföl“ ist dagegen häufig Hanfsamenöl gemeint. Hanfsamenöl wird aus den Samen gewonnen und ist keine relevante natürliche CBD-Quelle. Es kann jedoch als Trägeröl eines CBD-Produkts verwendet werden.
Ist Hanföl gut für Hunde?
Ob Hanfsamenöl für einen Hund sinnvoll ist, ist in erster Linie eine Ernährungsfrage und nicht mit der CBD-Forschung gleichzusetzen. Reines Hanfsamenöl ist kein CBD Öl. Menge, Fütterungszweck, Energiegehalt und Gesundheitszustand sollten deshalb getrennt beurteilt werden.
Ist THC für Hunde gefährlich?
THC kann bei Hunden deutliche neurologische und körperliche Symptome verursachen. Dazu gehören unter anderem Lethargie, Ataxie, Erbrechen, Zittern, Unterkühlung und Harninkontinenz. Bei einer vermuteten Aufnahme sollte ein Tierarzt oder tierärztlicher Notdienst kontaktiert werden.
Kann CBD beim Hund mit Medikamenten wechselwirken?
Wechselwirkungen sind grundsätzlich möglich und für viele Medikamentenkombinationen noch nicht ausreichend klinisch untersucht. Besonders bei dauerhafter Medikation oder einer Behandlung mit Antiepileptika sollte eine zusätzliche CBD-Anwendung vorher mit dem Tierarzt besprochen werden.
Was bedeutet ein erhöhter ALP-Wert bei CBD?
Ein erhöhter ALP-Wert wurde in mehreren CBD-Studien mit Hunden beobachtet, bedeutet aber nicht automatisch eine Schädigung der Leber. Für die Beurteilung müssen weitere Laborwerte, mögliche Symptome, Medikamente und die Entwicklung des Wertes im zeitlichen Verlauf berücksichtigt werden.
Wie ist CBD für Hunde nach heutigem Forschungsstand einzuordnen?
CBD für Hunde ist inzwischen deutlich besser untersucht als noch vor wenigen Jahren. Direkte Studien mit Hunden gibt es unter anderem zu Arthrose, idiopathischer Epilepsie, Stresssituationen, Pharmakokinetik und längerfristiger Verträglichkeit. Daraus ergibt sich jedoch noch keine allgemeine Empfehlung für CBD bei bestimmten Beschwerden oder Erkrankungen.
Wie aussagekräftig einzelne Ergebnisse sind, hängt stark vom jeweiligen Anwendungsgebiet, von der Zahl und Auswahl der untersuchten Hunde sowie vom verwendeten Präparat ab. Ein THC-freies CBD-Destillat, ein CBD/CBDA-reicher Hanfextrakt und ein Vollspektrumprodukt sind wissenschaftlich nicht einfach gleichzusetzen. Dasselbe gilt für die in den Studien verwendeten Dosierungen.
Für Hundehalter bedeutet das vor allem: CBD sollte weder pauschal als wirkungslos noch als wissenschaftlich gesicherte Behandlung betrachtet werden. Die bisherige Forschung liefert für einzelne Bereiche interessante Hinweise, zeigt aber ebenso deutlich ihre Grenzen. Produktzusammensetzung, THC-Gehalt, mögliche Nebenwirkungen, bestehende Erkrankungen und gleichzeitig verabreichte Medikamente müssen deshalb immer mitberücksichtigt werden.
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