CBD Öl selber machen: CBD Öl aus Blüten
CBD Öl selber machen: CBD Öl aus Blüten
Aktualisiert: August 2026 | CBD Öl aus CBD-reichen Cannabisblüten selber machen: Grundlagen zu CBDA, Decarboxylierung, Trägerölen, Herstellung, Konzentration und Lagerung.
Autor: Cannapot Grow Team | Lesezeit: ungefähr fünfundzwanzig Minuten

Das Wichtigste auf einen Blick
✓ CBD Öl lässt sich aus CBD-reichen Cannabisblüten und einem geeigneten Trägeröl wie Olivenöl oder MCT-Öl (Öl aus mittelkettigen Fettsäuren) selbst herstellen.
✓ In unbehandelten CBD-Blüten liegt ein großer Teil des Cannabinoidpotenzials als CBDA vor. Durch Decarboxylierung wird CBDA unter Wärmeeinwirkung in CBD umgewandelt.
✓ Temperatur und Dauer der Decarboxylierung müssen aufeinander abgestimmt sein. Zu starke oder zu lange Hitze kann zu Cannabinoidverlusten und Abbau führen.
✓ Olivenöl und MCT-Öl eignen sich besonders gut als Trägeröle. Auch Kokosöl ist möglich; die Wahl hängt unter anderem von Geschmack, Konsistenz und gewünschter Verwendung ab.
✓ Selbstgemachtes CBD Öl ist nicht mit einem standardisierten kommerziellen CBD Öl vergleichbar. Ohne Laboranalyse lässt sich der tatsächliche CBD-Gehalt nicht exakt bestimmen.
✓ Hanfsamenöl ist kein CBD Öl. CBD wird vor allem in den harzreichen Blüten der Cannabispflanze gebildet, während Hanfsamen selbst keine relevante natürliche CBD-Quelle darstellen.
✓ Licht, Wärme und Sauerstoff können die Qualität und Stabilität des Öls beeinträchtigen. Selbstgemachtes CBD Öl sollte deshalb kühl, dunkel und gut verschlossen aufbewahrt werden.
Was ist selbstgemachtes CBD Öl?
Wenn du CBD Öl aus Cannabisblüten selber machst, entsteht in der Regel ein CBD-haltiges Infusionsöl. Dabei werden die fettlöslichen Inhaltsstoffe der Blüten durch schonendes Erwärmen in ein geeignetes Trägeröl überführt.
Diese Unterscheidung ist wichtig, denn unter der Bezeichnung „CBD Öl“ werden unterschiedliche Produkte angeboten. Kommerzielle CBD Öle enthalten häufig einen zuvor gewonnenen und analysierten CBD- beziehungsweise Hanfextrakt, der anschließend mit einer definierten Menge Trägeröl vermischt wird. Beim Selbermachen werden dagegen CBD-reiche Cannabisblüten direkt in einem geeigneten Speise- oder Trägeröl verarbeitet.
Das fertige Infusionsöl kann CBD und weitere fettlösliche Pflanzenbestandteile enthalten. Wie hoch die tatsächliche Cannabinoidkonzentration ist, lässt sich ohne Laboranalyse jedoch nicht exakt bestimmen. Selbst wenn der CBD- oder CBDA-Gehalt des Ausgangsmaterials bekannt ist, geht nicht zwangsläufig die gesamte rechnerisch vorhandene Menge in das fertige Öl über.
Wichtige Abgrenzung: Mit „selbstgemachtem CBD Öl“ meinen wir hier ein CBD-haltiges Infusionsöl aus CBD-reichen Cannabisblüten und einem Trägeröl. Es handelt sich weder um einen isolierten CBD-Extrakt noch um einen standardisierten medizinischen Cannabisextrakt.
CBD Öl, Cannabisextrakt oder Hanfsamenöl – was ist der Unterschied?
CBD Öl, Hanfsamenöl, CBD-Extrakt und selbstgemachtes CBD-Infusionsöl unterscheiden sich in Herstellung und Zusammensetzung deutlich voneinander. Gerade wenn du CBD Öl selber machen möchtest, solltest du diese Begriffe nicht miteinander verwechseln.
| Begriff | Was ist damit gemeint? | CBD-Gehalt |
|---|---|---|
| Selbstgemachtes CBD-Infusionsöl | CBD-reiche Cannabisblüten werden direkt in einem fetthaltigen Trägeröl verarbeitet. | Ohne Laboranalyse nicht exakt bekannt |
| Kommerzielles CBD Öl | Enthält je nach Produkt einen definierten Hanf- beziehungsweise CBD-Extrakt oder CBD in einem Trägeröl. | Wird entsprechend der Produktspezifikation angegeben |
| CBD-Extrakt | Konzentrierter Extrakt, der in einem separaten Extraktionsverfahren aus Pflanzenmaterial gewonnen wird. | Abhängig von Extrakt und Herstellungsverfahren |
| Hanfsamenöl | Pflanzenöl, das aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen wird. | Keine relevante natürliche CBD-Quelle; Spuren können durch Kontakt mit anderen Pflanzenteilen entstehen |
| Standardisierter Cannabisextrakt | Unter kontrollierten Bedingungen hergestellte und analytisch charakterisierte Cannabiszubereitung. | Analytisch bestimmt beziehungsweise standardisiert |
Wenn du mehr über Cannabidiol, seine Eigenschaften und die Unterschiede zu anderen Cannabinoiden erfahren möchtest, findest du weitere Grundlagen in unserem Artikel über CBD, Wirkung, Risiken und Unterschiede.
Kann man CBD Öl aus Cannabisblüten selber machen?
Ja, CBD-reiche Cannabisblüten eignen sich als Ausgangsmaterial für selbstgemachtes CBD Öl. Cannabinoide wie CBD sind fettlöslich und können deshalb bei der Herstellung in ein geeignetes Trägeröl übergehen.
Entscheidend ist das Cannabinoidprofil der verwendeten Blüten. Möchtest du ein CBD-betontes Öl herstellen, sollte das Ausgangsmaterial entsprechend reich an CBD beziehungsweise dessen Vorstufe CBDA sein. Welche Rolle CBDA dabei spielt und warum die Decarboxylierung wichtig ist, erklären wir im nächsten Abschnitt.
Die angegebenen CBD-Werte einer Cannabissorte dienen allerdings nur als Orientierung. Der tatsächliche Cannabinoidgehalt kann je nach Pflanze, Anbaubedingungen, Erntezeitpunkt und Charge schwanken. Eine Sortenangabe ersetzt daher keine Laboranalyse der tatsächlich verwendeten Blüten. Das ist besonders wichtig, wenn du später die mögliche CBD-Konzentration deines selbstgemachten Öls abschätzen möchtest.
Wenn du bereits bei der Auswahl der Genetik gezielt nach CBD-reichen Sorten suchst, findest du in unserer Kategorie eine Auswahl an CBD Samen.
Welche CBD Sorten eignen sich für selbstgemachtes CBD Öl?
Für selbstgemachtes CBD Öl sind vor allem Sorten interessant, die ein deutlich CBD-betontes Cannabinoidprofil entwickeln können. Je höher der CBD- beziehungsweise CBDA-Anteil des verwendeten Pflanzenmaterials ist, desto größer ist grundsätzlich das mögliche CBD-Potenzial für die spätere Ölinfusion.
Die folgenden CBD-reichen Sorten sind Beispiele für Genetiken, die sich aufgrund ihres hohen CBD- und vergleichsweise niedrigen THC-Gehalts als Ausgangsmaterial für ein CBD-betontes Infusionsöl anbieten können:
| CBD Sorte | CBD / THC | Warum interessant für CBD Öl? |
|---|---|---|
| Therapy | 8–10 % CBD 0,5 % THC |
CBD-reiche Genetik mit deutlich höherem CBD- als THC-Gehalt und damit interessant für ein CBD-betontes Infusionsöl. |
| Elixir Vitae | bis 14 % CBD ca. 0,25 % THC |
Sehr hoher angegebener CBD-Gehalt bei gleichzeitig niedrigem THC-Gehalt; dadurch besonders interessant als Ausgangsmaterial für CBD-reiche Ölinfusionen. |
| Candy Girl CBD | bis 14 % CBD 0,29 % THC |
Kombiniert einen hohen angegebenen CBD-Gehalt mit weniger als 0,3 % THC und bietet damit ein stark CBD-betontes Cannabinoidprofil. |
| Tatanka Pure CBD | 14 % CBD 0,25 % THC |
Mit 14 % angegebenem CBD und nur 0,25 % THC besitzt die Sorte ein ausgeprägt CBD-dominiertes Profil für entsprechende Ölinfusionen. |
| La Bella CBD | bis 12 % CBD 0,28 % THC |
CBD-reiche Genetik mit niedrigem angegebenem THC-Gehalt und damit eine weitere interessante Grundlage für ein CBD-betontes Infusionsöl. |
Wichtig: Die bei einer Sorte angegebenen CBD- und THC-Werte sind typische beziehungsweise vom Hersteller angegebene Richtwerte. Der tatsächliche Cannabinoidgehalt der geernteten Blüten kann davon abweichen. Für die Berechnung der möglichen CBD-Konzentration des Öls sind Laborwerte der tatsächlich verwendeten Blüten wesentlich aussagekräftiger.
Was ist der Unterschied zwischen CBDA und CBD?
CBDA (Cannabidiolsäure) ist die natürliche Vorstufe von CBD. Durch Wärme kann CBDA Kohlendioxid (CO₂) abspalten und sich in CBD umwandeln. Dieser Vorgang wird als Decarboxylierung bezeichnet.
In unbehandelten oder nur wenig erhitzten Cannabisblüten liegt daher ein Teil des Cannabinoidpotenzials als CBDA und nicht als CBD vor. Durch gezieltes Erhitzen lässt sich die Umwandlung von CBDA in CBD deutlich beschleunigen. Auch während der natürlichen Alterung kann eine solche Umwandlung stattfinden, allerdings wesentlich langsamer.
Wichtig für spätere Berechnungen: Aus 100 mg CBDA entstehen nicht 100 mg CBD. Bei der Decarboxylierung wird CO₂ abgespalten, wodurch sich die Masse verringert. Für die theoretische Umrechnung wird deshalb ein Faktor von etwa 0,877 verwendet. 100 mg CBDA können bei vollständig angenommener Umwandlung rechnerisch maximal etwa 87,7 mg CBD ergeben.
Merke: 10 % CBDA ergeben nach dem Erhitzen nicht automatisch 10 % CBD. Bereits durch die Abspaltung von CO₂ fällt die theoretische CBD-Menge geringer aus. Hinzu kommen in der Praxis mögliche Verluste durch unvollständige Decarboxylierung, Extraktion, Filtration und Abbau.
Wie Cannabidiolsäure in der Cannabispflanze entsteht, welche Eigenschaften sie besitzt und wie sie sich von CBD unterscheidet, erklären wir ausführlich in unserem Grundlagenartikel über CBDA und den Unterschied zu CBD.

Muss man CBD Blüten vor der Herstellung decarboxylieren?
Wenn du ein Öl herstellen möchtest, bei dem CBD statt seiner Vorstufe CBDA im Vordergrund steht, ist eine vorherige Decarboxylierung der CBD-Blüten sinnvoll. Durch kontrolliertes Erhitzen wird die Umwandlung von CBDA in CBD beschleunigt.
Dabei spielen Temperatur und Zeit gemeinsam eine Rolle. Bei niedrigeren Temperaturen läuft die Decarboxylierung langsamer ab, höhere Temperaturen beschleunigen den Prozess. Mehr Hitze ist jedoch nicht automatisch besser: Werden die Blüten zu stark oder zu lange erhitzt, können Cannabinoide zunehmend abgebaut werden.
Welche Temperatur eignet sich zur CBD-Decarboxylierung?
Eine einzige perfekte Temperatur für die Decarboxylierung von CBD-Blüten gibt es nicht. Entscheidend ist immer das Zusammenspiel von Temperatur und Dauer.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben die Umwandlung von CBDA in CBD bei unterschiedlichen Temperaturen untersucht. Grundsätzlich gilt: Mit steigender Temperatur läuft die Decarboxylierung schneller ab. Gleichzeitig steigt bei intensiver oder längerer Hitzeeinwirkung das Risiko, dass bereits gebildete Cannabinoide wieder abgebaut werden. Untersuchungen zeigen beispielsweise eine starke CBDA-zu-CBD-Umwandlung bei 140 °C innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit, während bei 160 °C und längerer Erhitzung bereits wieder sinkende Konzentrationen neutraler Cannabinoide beobachtet wurden.
Für ölbasierte Cannabiszubereitungen wurde in wissenschaftlichen Herstellungsprotokollen beispielsweise eine vorherige Decarboxylierung bei etwa 115 °C für 40 Minuten eingesetzt. Dieser Wert ist eine praktische Orientierung aus der Forschung, aber keine universelle Garantie für jedes Pflanzenmaterial und jeden Backofen. Feuchtigkeit, Menge und Beschaffenheit der Blüten sowie tatsächliche Ofentemperatur können das Ergebnis beeinflussen.
Warum gibt es keine perfekte Temperatur? Wie schnell und vollständig CBDA in CBD umgewandelt wird, hängt nicht nur von der eingestellten Temperatur ab. Auch Feuchtigkeit, Menge und Beschaffenheit der Blüten sowie die tatsächliche Temperatur im Backofen spielen eine Rolle. Die Temperaturanzeige des Ofens entspricht zudem nicht immer exakt der Temperatur, der die Blüten tatsächlich ausgesetzt sind.
Welches Öl eignet sich für selbstgemachtes CBD Öl?

Olivenöl und MCT-Öl eignen sich besonders gut als Trägeröle. MCT steht für „Medium-Chain Triglycerides“, also mittelkettige Triglyceride beziehungsweise Fette. Auch Kokosöl kann verwendet werden, unterscheidet sich aber vor allem bei Geschmack und Konsistenz.
Welches Trägeröl am besten geeignet ist, hängt von der gewünschten Verwendung ab. Neben der Aufnahme fettlöslicher Pflanzenbestandteile spielen beispielsweise Geschmack, Konsistenz, Lagerstabilität und die spätere Verwendung des fertigen Öls eine Rolle.
| Trägeröl | Eigenschaften | Zu beachten |
|---|---|---|
| Olivenöl | gut untersucht für Cannabis-Ölzubereitungen, flüssig, leicht erhältlich | charakteristischer Eigengeschmack bleibt im fertigen Öl wahrnehmbar |
| MCT-Öl | Öl aus mittelkettigen Triglyceriden, meist geschmacksneutral und bei Raumtemperatur flüssig | praktisch, wenn ein möglichst neutrales und flüssiges Trägeröl gewünscht wird |
| Kokosöl | fettreich und für Ölinfusionen geeignet | kann bei Raumtemperatur fest oder halbfest sein und besitzt je nach Produkt einen deutlichen Kokosgeschmack |
Kann man CBD Öl mit Olivenöl selber machen?
Ja, Olivenöl eignet sich gut als Trägeröl und wurde auch in wissenschaftlichen Untersuchungen und standardisierten Herstellungsverfahren für Cannabis-Ölzubereitungen verwendet.
Ein Vorteil ist die einfache Verfügbarkeit. Allerdings besitzt Olivenöl einen ausgeprägten Eigengeschmack, der auch im fertigen CBD-Infusionsöl wahrnehmbar bleibt. Wenn du ein möglichst geschmacksneutrales Trägeröl bevorzugst, kann MCT-Öl eine Alternative sein.
Ist MCT-Öl für CBD Öl geeignet?
Ja, MCT-Öl eignet sich gut als Trägeröl. Die Abkürzung MCT steht für „Medium-Chain Triglycerides“ – auf Deutsch mittelkettige Triglyceride. Dabei handelt es sich um Fette mit mittelkettigen Fettsäuren, die für MCT-Öl beispielsweise aus Kokosöl gewonnen werden können.
MCT-Öl ist in der Regel geschmacksneutral und bleibt bei Raumtemperatur flüssig. Das unterscheidet es von gewöhnlichem Kokosöl, das abhängig von der Temperatur fest oder halbfest werden kann. Für selbstgemachtes CBD Öl ist MCT daher besonders praktisch, wenn ein neutrales und dauerhaft flüssiges Trägeröl gewünscht wird.
In einer Untersuchung von Cannabis-Ölzubereitungen zeigten Olivenöl und MCT-Öl hinsichtlich der untersuchten Cannabinoidkonzentrationen während der Lagerung keine wesentlichen Unterschiede. Beim untersuchten Terpenprofil schnitt MCT-Öl hinsichtlich Extraktion und Erhaltung teilweise besser ab. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass MCT-Öl grundsätzlich das bessere Trägeröl für jede Zubereitung ist.
Kann man CBD Öl mit Kokosöl herstellen?
Ja, auch Kokosöl kann als fetthaltiger Träger für eine Cannabisinfusion verwendet werden. Im Gegensatz zu MCT-Öl kann gewöhnliches Kokosöl bei Raumtemperatur jedoch fest oder halbfest werden.
Das ist weniger praktisch, wenn das fertige CBD Öl dauerhaft flüssig bleiben soll. Außerdem kann Kokosöl einen deutlichen Eigengeschmack mitbringen. Für eine kulinarische Weiterverarbeitung können diese Eigenschaften dagegen durchaus erwünscht sein.
Was braucht man, um CBD Öl aus Blüten herzustellen?
Für selbstgemachtes CBD Öl brauchst du CBD-reiche Cannabisblüten, ein geeignetes Trägeröl und einige einfache Küchenutensilien. Leicht entzündliche Lösungsmittel sind für diese Methode nicht erforderlich.
| Benötigt | Wofür? |
|---|---|
| CBD-reiche Cannabisblüten | Ausgangsmaterial für das CBD-haltige Infusionsöl |
| Olivenöl, MCT-Öl oder Kokosöl | Trägeröl für die fettlöslichen Cannabinoide und weitere Pflanzenbestandteile |
| Backofen und ofenfestes Gefäß | Für die Decarboxylierung der CBD-Blüten |
| Topf und hitzebeständiges Gefäß | Für die schonende Infusion im Wasserbad |
| Küchenthermometer | Zur besseren Kontrolle der Temperatur |
| Feines Sieb oder Filtertuch | Zum Herausfiltern der Pflanzenbestandteile |
| Dunkle, saubere Glasflasche | Zum lichtgeschützten Abfüllen und Aufbewahren |
CBD Öl selber machen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Die Herstellung erfolgt in wenigen Schritten: Zuerst werden die CBD-reichen Blüten vorbereitet und decarboxyliert. Anschließend kommen sie zusammen mit dem Trägeröl ins Wasserbad. Zum Schluss wird das Öl gefiltert und lichtgeschützt abgefüllt.
1. CBD-Blüten vorbereiten
Verwende trockene und saubere CBD-reiche Cannabisblüten. Idealerweise ist das Cannabinoidprofil des Ausgangsmaterials bekannt. Zerkleinere die Blüten anschließend grob mit den Fingern oder einem Grinder. Sie müssen nicht zu feinem Pulver gemahlen werden – zu stark zerkleinertes Pflanzenmaterial lässt sich später schlechter aus dem Öl herausfiltern.
2. CBD-Blüten decarboxylieren
Verteile die grob zerkleinerten Blüten möglichst gleichmäßig in einer dünnen Schicht in einem ofenfesten Gefäß. Als Orientierung kann eine in wissenschaftlichen Herstellungsprotokollen für Cannabis-Ölzubereitungen verwendete Decarboxylierung von etwa 115 °C für 40 Minuten dienen.
Dabei wird ein Teil des vorhandenen CBDA in CBD umgewandelt. Die genannten 115 °C und 40 Minuten sind jedoch kein universeller Idealwert. Feuchtigkeit, Beschaffenheit und Menge der Blüten sowie Abweichungen der tatsächlichen Backofentemperatur können beeinflussen, wie weit die Decarboxylierung fortschreitet. Eine deutlich höhere Temperatur führt deshalb nicht automatisch zu einem besseren Ergebnis.
3. CBD-Blüten mit dem Trägeröl vermischen
Gib die decarboxylierten Blüten in ein hitzebeständiges Gefäß und füge so viel Olivenöl, MCT-Öl oder ein anderes geeignetes Trägeröl hinzu, dass das Pflanzenmaterial vollständig mit Öl bedeckt ist. Verrühre beides vorsichtig, damit die Blüten möglichst gleichmäßig mit dem Öl in Kontakt kommen.
Wie konzentriert das fertige CBD-Infusionsöl theoretisch werden kann, hängt von der Menge der verwendeten Blüten, ihrem CBD- und CBDA-Gehalt sowie der eingesetzten Ölmenge ab. Wie du daraus einen ungefähren Wert berechnen kannst, erklären wir weiter unten.

4. CBD Öl im Wasserbad schonend erhitzen
Stelle das Gefäß mit Blüten und Trägeröl in ein Wasserbad. Dadurch lässt sich das Öl gleichmäßiger und schonender erwärmen als bei direktem Kontakt mit einer heißen Herdplatte.
In wissenschaftlichen Untersuchungen zu Cannabis-Ölzubereitungen wurden für die Extraktion in Öl unter anderem Temperaturen um 100 °C und Zeiten zwischen 30 und 120 Minuten untersucht. Für die Herstellung zu Hause solltest du vor allem auf eine möglichst gleichmäßige und kontrollierte Erwärmung achten und unnötig hohe Temperaturen vermeiden. Rühre das Pflanzenmaterial währenddessen gelegentlich vorsichtig um.
Wichtig beim Wasserbad: Das Gefäß mit dem CBD Öl steht im erhitzten Wasser, das Wasser selbst darf jedoch nicht in das Öl gelangen. Verwende deshalb ein standsicheres, hitzebeständiges Gefäß und kontrolliere die Temperatur möglichst mit einem Thermometer.
5. CBD Öl filtern
Nimm das Gefäß nach der Infusion aus dem Wasserbad und lasse das Öl etwas abkühlen. Solange es noch gut flüssig ist, gießt du es durch ein feines Sieb oder Filtertuch in ein sauberes Gefäß. Dadurch werden Blütenreste und andere feste Pflanzenbestandteile entfernt.
Ein Teil des Öls bleibt dabei im Pflanzenmaterial zurück. Starkes Auspressen kann zwar die gewonnene Ölmenge erhöhen, gleichzeitig gelangen dadurch aber auch mehr feine Pflanzenbestandteile und Trübstoffe in das fertige Öl.
6. CBD Öl abfüllen und beschriften
Fülle das gefilterte Öl in eine saubere, möglichst dunkle und gut verschließbare Glasflasche. Beschrifte sie am besten mit Herstellungsdatum, verwendetem Trägeröl, Pflanzenmenge und – falls bekannt – den CBD- und CBDA-Werten der verwendeten Blüten.
Diese Angaben helfen dir später nachzuvollziehen, wie das Öl hergestellt wurde. Eine exakte Angabe des tatsächlichen CBD-Gehalts ist damit allerdings noch nicht möglich – dafür wäre eine Laboranalyse des fertigen Öls notwendig.
Wie lässt sich die CBD-Konzentration berechnen?
Die mögliche CBD-Konzentration eines selbstgemachten Öls lässt sich grob berechnen. Das Ergebnis ist jedoch nur ein theoretischer Orientierungswert – wie viel CBD tatsächlich im fertigen Öl enthalten ist, kann nur eine Laboranalyse zuverlässig zeigen.
Am besten funktioniert die Abschätzung, wenn für die verwendeten CBD-Blüten Laborwerte für CBD und CBDA vorliegen. Da bei der Umwandlung von CBDA zu CBD Kohlendioxid (CO₂) abgespalten wird, kann der CBDA-Wert nicht einfach vollständig als CBD gerechnet werden. Für die theoretische Umrechnung wird deshalb der Faktor 0,877 verwendet:
Theoretisches Gesamt-CBD:
CBD + (CBDA × 0,877)
Ein Beispiel: Du verwendest 10 g CBD-Blüten, die laut Laboranalyse 10 % CBDA und 1 % CBD enthalten. 10 % von 10 g entsprechen 1.000 mg CBDA. Multipliziert mit 0,877 ergeben sich daraus theoretisch maximal rund 877 mg CBD. Hinzu kommen die bereits vorhandenen 100 mg CBD. Insgesamt ergibt sich damit ein theoretisches CBD-Potenzial von etwa 977 mg.
Wenn diese theoretischen 977 mg vollständig in 100 ml Trägeröl übergehen würden, enthielte das fertige Öl rechnerisch etwa 9,77 mg CBD pro ml. In der Praxis wird dieser Wert jedoch nicht vollständig erreicht, da bei Decarboxylierung, Infusion und Filtration Verluste entstehen können.
CBD Öl Rechner: theoretische Konzentration berechnen
Mit dem folgenden Rechner kannst du das theoretische CBD-Potenzial deiner Blüten und die daraus resultierende maximale CBD-Konzentration im Trägeröl abschätzen. Trage dafür die verwendete Blütenmenge, den CBD- und CBDA-Gehalt sowie die Menge des Trägeröls ein.
Wichtig: Der Rechner zeigt ausschließlich einen theoretischen Orientierungswert. Er geht rechnerisch davon aus, dass das vorhandene CBD und das aus CBDA theoretisch mögliche CBD vollständig im fertigen Öl landen. Tatsächliche Verluste durch unvollständige Decarboxylierung, Infusion, Filtration, Verarbeitung oder Lagerung werden nicht berücksichtigt. Den tatsächlichen CBD-Gehalt kann nur eine Laboranalyse bestimmen.
Warum stimmt die berechnete CBD-Konzentration nicht exakt?
Von den Cannabinoiden in den CBD-Blüten gelangt nicht automatisch die gesamte theoretisch berechnete Menge in das fertige Öl. Mehrere Faktoren können das tatsächliche Ergebnis beeinflussen.
| Unsicherheitsfaktor | Warum beeinflusst er die Berechnung? |
|---|---|
| CBD- und CBDA-Gehalt | Sortenangaben sind nur Richtwerte und ersetzen keine Laboranalyse der tatsächlich verwendeten Blüten. |
| Decarboxylierung | CBDA wird in der Praxis nicht zwangsläufig vollständig in CBD umgewandelt. |
| Übergang ins Trägeröl | Nicht das gesamte verfügbare CBD geht während der Infusion zwangsläufig in das Öl über. |
| Filtration | Ein Teil des Öls und der darin enthaltenen Cannabinoide bleibt in den Blüten oder im Filter zurück. |
| Wärme und Lagerung | Cannabinoide können während der Verarbeitung und späteren Aufbewahrung teilweise abgebaut werden. |
Die Berechnung eignet sich deshalb gut, um die mögliche Größenordnung abzuschätzen und verschiedene Mengen miteinander zu vergleichen. Für eine exakte Bestimmung des CBD-Gehalts im fertigen Öl ist jedoch eine Laboranalyse erforderlich.
Ist Hanfsamenöl dasselbe wie CBD Öl?
Nein, Hanfsamenöl und CBD Öl sind zwei unterschiedliche Produkte. Hanfsamenöl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen und enthält von Natur aus keine relevanten Mengen CBD.
Cannabinoide wie CBD werden vor allem in den Drüsentrichomen der weiblichen Cannabisblüten gebildet. Hanfsamen besitzen diese cannabinoidreichen Drüsenstrukturen nicht. Werden in Hanfsamenöl dennoch geringe Mengen an Cannabinoiden nachgewiesen, können diese beispielsweise durch den Kontakt der Samen mit harzhaltigen Pflanzenteilen während Ernte und Verarbeitung in das Öl gelangt sein.
Hanfsamenöl kann grundsätzlich als pflanzliches Speiseöl oder auch als Bestandteil einer Ölmischung verwendet werden. Dadurch wird es jedoch nicht automatisch zu einem CBD Öl oder CBD-Extrakt.
Wie sollte selbstgemachtes CBD Öl aufbewahrt werden?
Selbstgemachtes CBD Öl sollte möglichst kühl, dunkel und gut verschlossen gelagert werden. Wärme, Licht und Sauerstoff können die Stabilität von CBD und die Qualität des verwendeten Trägeröls beeinträchtigen.
Eine dunkle Glasflasche schützt das Öl besser vor Licht. Gleichzeitig sollte das Gefäß möglichst dicht verschlossen werden, damit der Kontakt mit Luft gering bleibt. Direkte Sonneneinstrahlung, warme Fensterbänke oder längeres Offenstehen sind für die Aufbewahrung daher ungünstig.
Wie lange ist selbstgemachtes CBD Öl haltbar?
Eine allgemein gültige Haltbarkeit lässt sich für selbstgemachtes CBD Öl nicht seriös angeben. Wie lange es stabil bleibt, hängt unter anderem vom verwendeten Trägeröl, der Sauberkeit bei der Herstellung, möglicher Restfeuchtigkeit, dem Gefäß sowie von Licht, Sauerstoff und Lagertemperatur ab.
Untersuchungen zur Stabilität von CBD zeigen, dass insbesondere Wärme, Licht und oxidative Bedingungen eine Rolle spielen. Solche Laborergebnisse lassen sich jedoch nicht einfach in eine feste Haltbarkeitsangabe für selbst hergestelltes CBD-Infusionsöl übertragen.
Verändert sich das Öl deutlich in Geruch, Geschmack, Farbe oder Konsistenz oder gibt es andere Anzeichen für Verderb, solltest du es nicht weiter verwenden.
Welche Fehler sollte man bei selbstgemachtem CBD Öl vermeiden?
Die häufigsten Fehler entstehen durch ungenaue Ausgangswerte, schlecht kontrollierte Temperaturen oder die Annahme, dass die theoretisch berechnete CBD-Menge später vollständig im fertigen Öl enthalten ist.
| Fehler | Warum problematisch? |
|---|---|
| Sortenangabe als exakten Laborwert verwenden | Der tatsächliche CBD- und CBDA-Gehalt der verwendeten Blüten kann von allgemeinen Sortenangaben abweichen. |
| CBDA und CBD gleichsetzen | Bei der Decarboxylierung wird CO₂ abgespalten, weshalb aus 100 mg CBDA nicht 100 mg CBD entstehen. |
| Zu stark oder zu lange erhitzen | Mehr Hitze bedeutet nicht automatisch mehr CBD. Bei zu intensiver Wärmeeinwirkung können Cannabinoide abgebaut werden. |
| Hanfsamenöl mit CBD Öl verwechseln | Hanfsamen sind keine relevante natürliche CBD-Quelle und Hanfsamenöl ist deshalb nicht automatisch CBD Öl. |
| Theoretischen Wert als tatsächliche Konzentration ansehen | Verluste bei Decarboxylierung, Infusion, Filtration und Lagerung lassen sich ohne Analyse nicht exakt bestimmen. |
| Warm, offen oder im Licht lagern | Wärme, Licht und Sauerstoff können die Stabilität des CBD und des Trägeröls beeinträchtigen. |
Was unterscheidet selbstgemachtes CBD Öl von standardisierten Produkten?
Der wichtigste Unterschied liegt in der Kontrolle der Zusammensetzung. Bei selbstgemachtem CBD Öl lässt sich ohne Laboranalyse nicht exakt feststellen, welche Cannabinoide in welcher Konzentration im fertigen Öl enthalten sind.
Standardisierte Produkte werden dagegen unter kontrollierten Bedingungen hergestellt und können analytisch auf ihren Cannabinoidgehalt geprüft werden. Je nach Produkt lässt sich die Zusammensetzung dadurch auf bestimmte Konzentrationen einstellen und dokumentieren. Zusätzlich können professionelle Analysen auch unerwünschte Verunreinigungen erfassen.
Eine Berechnung mit CBD- und CBDA-Werten der Blüten kann deshalb nur eine theoretische Größenordnung liefern. Sie ersetzt keine Untersuchung des fertigen Öls und erlaubt keine exakte Aussage darüber, wie viel CBD tatsächlich enthalten ist.
Weitere Informationen zu möglichen Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Sicherheitsaspekten findest du in unserem Ratgeber zu CBD Nebenwirkungen, Risiken und Sicherheit.
Was ist der Unterschied zwischen CBD Öl und THC Öl?
CBD Öl und THC Öl unterscheiden sich vor allem durch das Cannabinoidprofil des verwendeten Ausgangsmaterials und damit durch die Cannabinoide, die im fertigen Öl überwiegen. Dieser Ratgeber konzentriert sich gezielt auf CBD- beziehungsweise CBDA-reiche Cannabisblüten.
THC-reiche Blüten, THCA und die darauf abgestimmte Herstellung behandeln wir bewusst in einem eigenen Artikel. Dadurch bleiben beide Themen fachlich und auch hinsichtlich ihrer Suchintention klar voneinander getrennt. Wenn du dich speziell dafür interessierst, findest du die entsprechenden Grundlagen in unserem Ratgeber zum THC Öl selber machen.
Häufige Fragen zum CBD Öl selber machen
Kann man CBD Öl selber machen?
Ja, aus CBD-reichen Cannabisblüten und einem geeigneten Trägeröl lässt sich ein CBD-haltiges Infusionsöl herstellen. Es ist jedoch nicht mit einem standardisierten kommerziellen CBD Öl gleichzusetzen, da sich die tatsächliche Cannabinoidkonzentration ohne Laboranalyse nicht exakt bestimmen lässt.
Wie stellt man CBD Öl aus Blüten her?
CBD-reiche Blüten werden zunächst vorbereitet und decarboxyliert, anschließend schonend in einem geeigneten Trägeröl erwärmt und danach gefiltert. Zum Schluss wird das fertige Infusionsöl möglichst lichtgeschützt in einer sauberen Glasflasche aufbewahrt.
Welche Blüten eignen sich für selbstgemachtes CBD Öl?
Für ein CBD-betontes Infusionsöl eignen sich CBD- beziehungsweise CBDA-reiche Cannabisblüten. Am aussagekräftigsten ist eine Laboranalyse der tatsächlich verwendeten Blüten, da allgemeine Sortenangaben nur Richtwerte darstellen und zwischen einzelnen Pflanzen oder Chargen Abweichungen möglich sind.
Muss man CBD Blüten decarboxylieren?
Wenn CBDA gezielt stärker in CBD umgewandelt werden soll, ist eine kontrollierte Decarboxylierung sinnvoll. Wie weit die Umwandlung fortschreitet, hängt unter anderem von Temperatur, Dauer und Beschaffenheit des Pflanzenmaterials ab.
Was ist der Unterschied zwischen CBDA und CBD?
CBDA, die Cannabidiolsäure, ist eine natürliche Vorstufe von CBD. Durch Decarboxylierung wird Kohlendioxid abgespalten und CBDA kann in CBD übergehen. Wegen dieses Masseverlusts wird CBDA bei theoretischen Berechnungen häufig mit dem Faktor 0,877 in mögliches CBD umgerechnet.
Welches Trägeröl eignet sich am besten für CBD Öl?
Olivenöl und MCT-Öl eignen sich beide gut als Trägeröle, auch Kokosöl kann verwendet werden. Welche Variante am besten passt, hängt unter anderem von Geschmack, Konsistenz, gewünschter Verwendung und Lagerung ab.
Kann man CBD Öl mit Olivenöl herstellen?
Ja, Olivenöl eignet sich gut als Trägeröl und wurde auch in wissenschaftlichen Untersuchungen zu Cannabis-Ölzubereitungen verwendet. Zu beachten ist vor allem sein charakteristischer Eigengeschmack, der auch im fertigen Infusionsöl wahrnehmbar bleibt.
Ist MCT-Öl für CBD Öl geeignet?
Ja, MCT-Öl ist ein geeignetes Trägeröl und besteht aus mittelkettigen Triglyceriden. Es ist meist geschmacksneutral und bleibt bei Raumtemperatur flüssig, weshalb es für CBD-Infusionsöl besonders praktisch sein kann.
Kann man Kokosöl für CBD Öl verwenden?
Ja, auch Kokosöl kann als fetthaltiger Träger verwendet werden. Gewöhnliches Kokosöl kann bei Raumtemperatur jedoch fest oder halbfest werden und besitzt je nach Produkt einen deutlich wahrnehmbaren Eigengeschmack.
Wie lange muss CBD Öl erhitzt werden?
Eine einzige feste Erhitzungsdauer gibt es nicht, weil Temperatur, Pflanzenmaterial und Herstellungsverfahren zusammenwirken. In wissenschaftlichen Untersuchungen zu Cannabis-Ölzubereitungen wurden für die Infusion beispielsweise Zeiträume zwischen 30 und 120 Minuten untersucht.
Welche Temperatur eignet sich für CBD Öl?
Decarboxylierung und anschließende Infusion im Trägeröl sind zwei unterschiedliche Schritte und sollten nicht auf eine einzige Temperaturangabe reduziert werden. Für beide Vorgänge wurden unterschiedliche Temperatur-Zeit-Kombinationen untersucht. Entscheidend ist eine kontrollierte Erwärmung ohne unnötig starke Hitze.
Wie lange ist selbstgemachtes CBD Öl haltbar?
Eine feste Haltbarkeit lässt sich für selbstgemachtes CBD Öl nicht allgemein angeben. Trägeröl, Hygiene, Restfeuchtigkeit, Gefäß, Temperatur, Licht und Sauerstoff beeinflussen die Stabilität. Das Öl sollte deshalb möglichst kühl, dunkel und gut verschlossen aufbewahrt werden.
Kann man die CBD-Konzentration selbst berechnen?
Aus bekannten CBD- und CBDA-Werten lässt sich eine theoretische Größenordnung berechnen, nicht jedoch die tatsächliche Konzentration des fertigen Öls. Verluste bei Decarboxylierung, Infusion, Filtration und Lagerung lassen sich ohne Laboranalyse nicht exakt bestimmen.
Ist Hanfsamenöl dasselbe wie CBD Öl?
Nein, Hanfsamenöl und CBD Öl sind zwei unterschiedliche Produkte. Hanfsamen selbst sind keine relevante natürliche CBD-Quelle. Werden in Hanfsamenöl geringe Mengen Cannabinoide nachgewiesen, können diese beispielsweise durch Kontakt mit harzhaltigen Pflanzenteilen während Ernte und Verarbeitung hineingelangt sein.
Was ist der Unterschied zwischen CBD Öl und THC Öl?
Der wichtigste Unterschied liegt im Cannabinoidprofil des Ausgangsmaterials und des daraus hergestellten Öls. Dieser Artikel behandelt CBD- beziehungsweise CBDA-reiche Cannabisblüten. THC-reiches Ausgangsmaterial und die darauf abgestimmte Herstellung werden im separaten Ratgeber zum THC Öl behandelt.
Was ist beim CBD Öl selber machen besonders wichtig?
Für selbstgemachtes CBD Öl sind vor allem CBD-reiche Blüten, eine kontrollierte Decarboxylierung, ein geeignetes Trägeröl und eine schonende Verarbeitung entscheidend.
Olivenöl, MCT-Öl und auch Kokosöl können als Träger verwendet werden. Eine einzige perfekte Kombination aus Temperatur, Dauer und Ölart gibt es jedoch nicht. Wie das Ergebnis ausfällt, hängt unter anderem vom Cannabinoidprofil und der Beschaffenheit der Blüten sowie von den tatsächlichen Bedingungen bei Decarboxylierung und Infusion ab.
Auch die CBD-Konzentration lässt sich zu Hause nur theoretisch abschätzen. CBD- und CBDA-Werte der Blüten ermöglichen zwar eine Berechnung des möglichen CBD-Potenzials, doch nicht die exakte Bestimmung dessen, was nach Decarboxylierung, Infusion und Filtration tatsächlich im Öl verbleibt.
Genau darin liegt einer der wichtigsten Unterschiede zu analytisch standardisierten Produkten. Wer diese Grenzen berücksichtigt, kann die Herstellung, mögliche Konzentration und Haltbarkeit von selbstgemachtem CBD Öl deutlich realistischer einschätzen.
Wissenschaftliche und fachliche Quellen
- Decarboxylation Study of Acidic Cannabinoids: A Novel Approach Using Ultra-High-Performance Supercritical Fluid Chromatography/Photodiode Array-Mass Spectrometry
- Thermo-chemical conversion kinetics of cannabinoid acids in hemp (Cannabis sativa L.) using pressurized liquid extraction
- Development of Standard Operating Protocols for the Optimization of Cannabis-Based Formulations for Medical Purposes
- Extraction Method and Analysis of Cannabinoids in Cannabis Olive Oil Preparations
- Impact of Lipid Sources on Quality Traits of Medical Cannabis-Based Oil Preparations
- Stability characteristics of cannabidiol for the design of pharmacological, biochemical and pharmaceutical studies
- Simple Extraction of Cannabinoids from Female Inflorescences of Hemp (Cannabis sativa L.)
- Chemical Analysis of Minor Bioactive Components and Cannabidiolic Acid in Commercial Hemp Seed Oil
